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Eltern starten Petition für eigene Schulküche

Satt werden die Kinder, aber nicht immer sind die Eltern mit der Qualität des Schulessens zufrieden.
Satt werden die Kinder, aber nicht immer sind die Eltern mit der Qualität des Schulessens zufrieden. © Foto: picture-alliance/ dpa
Klaus D. Grote / 22.11.2016, 06:44 Uhr
Oranienburg (OGA) Nach dem gescheiterten Versuch, in Oranienburg eine eigene, unter Regie der Stadt geführte Schulküche aufzubauen, hat eine Mutter eine Online-Petition für eine städtische Kita- und Schulküche gestartet.

Das Essen der meisten Caterer sei teilweise nicht kindgerecht, nicht frisch, oft überwürzt oder einfach nur wässrig, schreibt Franziska Nickel in der Begründung für ihre Eingabe auf der Seite openpetition.de. Selbst in ausgezeichneten Küchen würden manchmal verdorbene Waren verarbeitet. "Ich will nicht, dass mein Kind abgelaufenes Fleisch bekommt."

Bislang haben 138 Unterstützer die Petition unterschrieben. Es bleiben 80 Tage Zeit für eine Unterschrift. Einer der Erstunterzeichner war Oranienburgs Grünen-Fraktionschef Heiner Klemp. "Kremmen macht uns vor, wie es geht, ohne dass es exorbitant viel kostet", sagte Klemp mit Blick auf die Schulspeisung in der Nachbarkommune.

Ein im Auftrag der Stadt Oranienburg erstelltes Konzept kam zu dem Ergebnis, dass zunächst 1,1 Millionen Euro investiert werden müssten, um die Großküche der ehemaligen Märkischen Kaserne in Lehnitz zu aktivieren. Hinzu kämen jährliche Aufwandskosten in Höhe von 696 000 Euro. Die Stadt schrieb daraufhin erneut für drei Jahre aus, um die Versorgung ab Sommer 2017 sicherzustellen. Derzeit beliefert der Caterer Sodexo die Stadt.

Die Ausschreibung laufe, bestätigte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD). Problematisch sei die Nutzung der früheren Kasernenküche auch deshalb, weil das Gebäude der kreiseigenen Oberhavel-Holding gehöre und zudem auf Hohen Neuendorfer Gebiet liege. Beide Kommunen verhandeln noch über einen Flächentausch.

Laesicke geht aber davon aus, dass das Thema Schulküche weiterhin diskutiert wird. Eine Realisierung sei jedoch schwierig und ginge nicht auf die Schnelle. Weil mindestens 2 500 Portionen gekocht werden müssten, komme eine "kleine feine Küche" nicht in Frage, sagt Laesicke.

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