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Die Million ist da

Fördermittel übergeben: mit dabei waren Klaus Ahrens, Jörg Vogelsänger, Karsten Knobbe, Maurice Birnbaum, Uwe Klett, Peter Hoeck Domig und Jürgen Henze (v. l.)
Fördermittel übergeben: mit dabei waren Klaus Ahrens, Jörg Vogelsänger, Karsten Knobbe, Maurice Birnbaum, Uwe Klett, Peter Hoeck Domig und Jürgen Henze (v. l.) © Foto: MOZ/Margrit Meier
Margrit Meier / 26.11.2016, 06:42 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Jetzt kann es losgehen: Am Freitag übergab Minister Jörg Vogelsänger einen Fördermittelscheck in Höhe von exakt 1 125 227,22 Euro aus dem Förderprogramm ländliche Entwicklung. Das Geld ist für die Sanierung des Kaiserbahnhofes gedacht.

Seit dem Brandenburg-Tag ist der historische und unter Denkmalschutz stehende Kaiserbahnhof mit einer Plane verhüllt, die dem Betrachter zeigt, wie das Gebäude nach der Sanierung aussehen soll. Eigentlich sollte das ursprünglich 1868 gebaute und um 1890 versetzte Haus zum Landesfest bereits fertig sein. Das hat nicht geklappt. "Aber, in zwei Jahren wird es geschafft sein", kündigte Bürgermeister Karsten Knobbe an, der auch seinem Vorgänger Klaus Ahrens dankte. Denn der hatte die Sanierung des Gebäudes angeschoben, als er den Masterstudiengang Denkmalpflege der TU Berlin bat, sich mit dem Gebäude auseinander zu setzen, es zu dokumentieren. Im Dezember vor vier Jahren fassten die Gemeindevertreter zudem den Grundsatzbeschluss, in dem sie sich für die Sanierung des Gebäudes und somit für den Erhalt von Ortsgeschichte aussprachen. Sicher war das keine einfache Entscheidung, wird doch die Gemeinde ebenfalls rund eine Million Euro für die Sanierung unter Leitung des Architekturbüros Brüch & Kunath beisteuern müssen.

"Wir sind froh, dass wir mit unserem Fördermittelantrag erhört wurden", dankte Karsten Knobbe dann auch herzlich dem Minister. Für den war es sichtbar eine Freude, das Geld zu überbringen. Er wisse, wie schwierig es sonst für Gemeinden sei, so eine Aufgabe stemmen. Es freue ihn, dass der Kaiserbahnhof nun in Angriff genommen wird, sei es doch für viele, die nach Hoppegarten kommen, der erste Eindruck, der auf sie wirkt, wenn sie aus der S-Bahn steigen. Geplant ist, dass der linke Teil des eingeschossigen Fachwerkbaus zu einem Restaurant samt Café umgebaut wird. Zu den Gleisen soll es eine große Terrasse geben. Eine öffentliche WC-Anlage ist ebenfalls geplant sowie die Tourist-Information. Derzeit überlegt man in der Verwaltung, ob die Gastronomie und die Tourist-Information aus einer Hand betrieben oder ob die einzelnen Teile auch einzeln vergeben werden. Geht es nach Bürgermeister Karsten Knobbe, dann soll die Eröffnung des Kaiserbahnhofes in Abschnitten erfolgen, so dass Teile vielleicht schon nächstes Jahr genutzt werden können. Der Kaiserbahnhof wird übrigens nicht die einzige Baustelle im S-Bahnbereich sein. Anfang Dezember sollen die lange geplanten Arbeiten am kleinen Wäldchen zwischen Bus-Haltestelle und Auktionshaus beginnen. Geplant ist, aus dem Wald eine parkähnliche Anlage samt Wegeführung zu gestalten. Abgerissen werden die alten Garagen am Auktionshaus, die nicht zur historischen Bebauung gehören. Wer in Zukunft vom S-Bahnhof kommt, kann am Kaiserbahnhof durch den Park am Auktionshaus vorbei zur Galopprennbahn wandeln. Fast so wie damals zu Kaisers Zeiten.

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