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Seelow betreut das Standesamt mit

Ines Weber-Rath / 30.11.2016, 06:54 Uhr
Neuhardenberg (MOZ) Das Amt Neuhardenberg überträgt die Aufgaben seines Standesamtes zum Jahresbeginn 2018 an die Stadt Seelow. Den Beschluss fassten die Mitglieder des Amtsausschusses am Montagabend mehrheitlich. Ganz glücklich waren die Vertreter der drei Amtsgemeinden und der Verwaltung mit dem vorliegenden Text der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur Übertragung indes nicht.

Die Bedenken galten dem Paragrafen 7. In ihm heißt es, "die Stadt wird bei Bedarf und personeller Möglichkeit an den Sprechtagen Sprechstunden vor Ort in Neuhardenberg anbieten." Das sei ihr "zu schwammig", erklärte als erste Amtsausschussvorsitzende Katrin Suhr. Sie verwies auf die Forderung des Gremiums, dass die Sprechstunden in Neuhardenberg gesichert werden sollen.

Auch Neuhardenbergs Vertreter Mario Eska hielt es für "unklug", auf die klare Forderung zu verzichten und beantragte eine entsprechende Änderung der Vereinbarung.

Doch das sei mit den Seelowern wohl nicht machbar, erklärte Amtsdirektorin Grit Brinkmann. Die Vertreter der Stadt hätten deutlich gemacht, dass sie sich die Hintertür für den Fall krankheitsbedingter Ausfälle von Mitarbeitern oder anderer unkalkulierbarer Probleme offen halten wollen.

Fachbereichsleiter Thomas Manig machte darauf aufmerksam, dass die Amtsverwaltung im Falle einer Ablehnung der vorliegenden Vereinbarung die Ausschreibung der Stelle einer Standesbeamten vorbereiten müsse. Denn die Neuhardenberger Standesbeamte geht 2017 in den Ruhestand. Neuhardenbergs Bürgermeister Detlef Korbanek meinte, Heiratswilligen sei es doch "letztlich wurscht, ob sie sich in Seelow oder Neuhardenberg anmelden müssen". Wichtig sei nur, dass sie zu ihrem Wunschtermin im Schloss Wulkow oder Neuhardenberg heiraten könnten.

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