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Lichtblick fürs Klubhaus in Kremmen

Freuen sich auf ihre Gäste: Emelie (l.) und Agnes Plentz. Das Familienunternehmen eröffnet im Juni eine Filiale im Kremmener Klubhaus, das gerade aufwendig saniert wird.
Freuen sich auf ihre Gäste: Emelie (l.) und Agnes Plentz. Das Familienunternehmen eröffnet im Juni eine Filiale im Kremmener Klubhaus, das gerade aufwendig saniert wird. © Foto: Wiebke Wollek (OGA)
Wiebke Wollek / 13.05.2017, 13:57 Uhr
Kremmen (MOZ) Weil es bei der Altbausanierung des Kremmener Klubhauses kein Richtfest gibt, hat sich Investor Karl-Dietmar Plentz etwas anderes einfallen lassen: Nach der Installation der ersten Lampen im Untergeschoss wurde am Freitag Lichtfest gefeiert.

Noch sieht es in dem über 150 Jahre alten Klubhaus in Kremmen ziemlich nach Baustelle aus. Das Erdgeschoss kann sich aber schon sehenlassen. Hier will Karl-Dietmar Plentz in vier Wochen eine neue Bäckerei mit Café eröffnen. Mit der Sanierung der unteren Räume befindet sich der erste Bauabschnitt in den letzten Zügen. Bordeauxrote Sitzbänke und kleine Holztische lassen bereits die entspannte Stimmung erahnen, in der hier bald gemütlich geschlemmt und erzählt wird. Lampen, die von der stuckverzierten Decke hängen, tauchen das künftige Café in warmes Licht.

Davor gab es dunkle Zeiten für das Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute Haus. Eine bewegte Geschichte prägt das Klubhaus, das einst als Gasthof, Hotel und Veranstaltungsort genutzt wurde. Hier wurde einmal viel gefeiert. Nach der Wende ist es ruhig geworden. "Für 20 Jahre war hier das Licht aus. Darunter haben viele Kremmener gelitten", sagt Plentz, der bereits seit 1994 am Markt eine Bäckereifiliale betreibt. Diese zieht nun ins Klubhaus um. Wer als Nachmieter kommt, ist noch nicht bekannt. Über 300 000 Euro investiert Plentz, um das Erdgeschoss des Hauses wiederzubeleben. Auch die Stadt investiert in die Sanierung.

"Jetzt ist erst einmal der Anfang gemacht", freut sich Bürgermeister Sebastian Busse (CDU). Wie es im ersten und zweiten Obergeschoss weitergeht, sei noch nicht klar, erklärt er. Die Sanierung ist aufwendig, da möglichst viele historische Elemente erhalten bleiben sollen. "Jeder wichtige Planungsschritt muss mit Denkmalpflegern und Restaurateuren abgesprochen werden", erklärt Architekt Hans Öchsner. So konnten zum Beispiel über 100 Jahre alte Dielen aufgearbeitet werden. Stuckateur Danny Altmann aus Barsdorf hat in mühevoller Kleinarbeit Stuckelemente von mehreren Farbschichten befreit und Risse verschlossen. "Man könnte die Kanten jetzt auch noch präziser nachschleifen, dann wäre aber der alte Charme weg", erklärt der Stuckateur.

Rund um den Verkaufstresen sieht es schon fast so aus, als fehlten nur noch Kuchen, Brot und Brötchen. Weil der Laden wesentlich größer als die alte Filiale ist, soll es aber noch eine weitere Leckerei geben, die besonders gut zum bevorstehenden Sommer passt: Eis. "Es ist toll zu sehen, wie es hier vorangeht", sagt Emelie Plentz, die gerade mitten in den Abiturprüfungen steckt und großes Interesse am Handwerk ihrer Eltern hat.

Wie es sich zu einem Fest gehört, wurden die vielen fleißigen Handwerker mit Erdbeertorte und anderen Köstlichkeiten verwöhnt. Die Stärkung können sie gut gebrauchen, denn die kommenden vier Wochen werden noch einmal anstrengend. Schließlich soll am Wochenende vom 16./17. Juni die gesamte untere Etage offiziell übergeben werden.

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