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Prominente Vorleser bei den Bücherwürmern

Irina Voigt / 18.11.2009, 07:06 Uhr
Hönow Der Auftakt war gelungen. Zum ersten Vorlese­nachmittag an der Grundschule der Gebrüder Grimm in Hönow waren rund 50 Mädchen und Jungen sowie ein Dutzend Eltern zum Zuhören gekommen.

"Der hat vorher bestimmt geübt, ich glaub nicht, dass er so etwas öfter macht", waren sich Antonia und ihre Freundin aus der Klasse 5 b ziemlich sicher. Es hatte ihnen nämlich sehr gut gefallen, wie ihr prominenter Vorleser sich ins Zeug legte. Die Spannung aus der Geschichte von Peterchens Mondfahrt - einem Märchen für Kinder von Gerdt von Bassewitz - war fast greifbar. "Das ist eines meiner Lieblingsbücher", begründete Bürgermeister Klaus Ahrens seine Auswahl. Er las die Geschichte den Kindern mit viel Gefühl und Betonung vor. Und weil es gerade zu der Zeit war, hatte er auch eine Geschichte über St. Martin mitgebracht.

Die Kleinsten aus den ersten bis dritten Klassen lauschten derweil in einem anderen Klassenraum Sybille Olszewski. Die ehemalige Bibliothekarin war ganz in ihrem Element. "Das müsste man viel öfter praktizieren, als einmal im Jahr zum Tag des Lesens", sagte sie, die auch Mitglied im veranstaltenden Förderverein der Schule ist. "Das war toll", bestätigte Alina, obwohl "ihr zu Hause jeden Tag vorgelesen wird", wie Mutter Jana Bassek sagt.

Aber sie und andere Eltern haben sich in der Stunde nicht gelangweilt. Ihnen bot Rechtsanwalt und Krimiautor Wolfgang Schüler unterhaltsame Kostproben aus seinem Werk. "Meine Bücher sind ja noch nichts für Kinder", sagt Schüler, also habe er mit einem speziellen Vorleseangebot für die Eltern aufgewartet und damit deren Wartezeit unterhaltsam verkürzt. Spaß hatten die Zuhörer vor allem, als Schüler aus einem Dutzend willkürlich gewählter Worte wie Rennpappe, Schlagersüßtafel, Stoffbeutel, Mutti oder Mäusebär eine Geschichte zusammenschrieb.

"Um eine Vorlesekultur an der Hönower Grundschule ins Leben zu rufen, stellt der Förderverein bei dieser Gelegenheit die Gründung eines Leseclubs vor", sagt Vereinsmitglied Rebekka Ewert. Der Leseclub würde sich als offene Arbeitsgemeinschaft verstehen und richte sich hauptsächlich an die Schüler der Gebrüder-Grimm-Grundschule. Interessierte, welche an der Mitarbeit im Leseclub bereit seien, fordert sie zur Mitarbeit auf.

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