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Ein Mann mit Visionen

Eberhard Fehland / 12.02.2010, 20:01 Uhr
Seit der Wahlversammlung am 4. November bilden Alexander Wolf und Hartmut Voigt die Präsidenten-Doppelspitze des FFC Viktoria. Voigt ist neu im Führungsgremium, dennoch ein "alter Hase" im Fußball und gebürtiger Frankfurter.

Seit 100 Tagen ist der 54-Jährige im Ehrenamt, kein bisschen müde. Und er hat noch Visionen. "Warum sollte es uns mit dem starken Nachwuchs und dem jetzigen Männer-Brandenburgligateam nicht gelingen, einmal höherklassig zu spielen und mehr Zuschauer anzulocken?", fragt er. "Es ist zwar schwierig, in einer Sportstadt wie Frankfurt potente Sponsoren zu binden, aber man sollte bei der Suche und Pflege von Geldgebern nicht nachlassen. Und mit Blick auf morgen führt an Vereinsfusionen wohl kein Weg vorbei. In der Stadt wollen wir die Nummer eins bleiben, diese Position noch ausbauen. Jungen Talenten wollen und müssen wir auch eine berufliche Perspektive bieten, dürfen sie nicht in alle Himmelsrichtungen abwandern lassen."

Der Ex-Fußballer, ein gelernter Klempner und Handwerksmeister, weiß sportlich und beruflich, wovon er spricht. Hartmut Voigt hatte bei Dynamo, später SC Frankfurt, mit dem Fußball begonnen. Heinz Petrifke, Horst Markgraf und Heiner Ringk waren seine Trainer. Mit dem Kommen des FC Vorwärts aus Berlin wechselten die Oderstädter 1971 zur SG Dynamo Fürstenwalde, die u. a. mit Reich, Schulz, Kaehlitz, Pröger und Wötzel als "Reserve" des BFC Dynamo galt.

1976 im Test gegen die DDR-Olympiamannschaft im Berliner Stadion der Weltjugend muss Stürmer Voigt gegen den pfeilschnellen Rostocker Verteidiger Gerd Kische keine schlechte Figur abgegeben haben, denn danach durfte der 20-Jährige erstmals für den BFC in der Oberliga auflaufen. Es blieb allerdings bei der Einmaligkeit, denn Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Übrigens: Die Auswahl unter Georg Buschner wurde anschließend in Montreal Olympiasieger.

Hartmut Voigt, seit 34 Jahren mit Marion verheiratet, zweifacher Familienvater, einmal Opa, ist der Geschäftsführer von Oder-Rohre. Ein mittelständischer Betrieb, der sich nach der politischen Wende gut entwickelt und auf 95 Mitarbeiter vergrößert hat. Klima und Lüftung, Heizung und Kälte mit einem Reparatur- und Havariedienst rund um die Uhr sind die Tätigkeitsfelder. Kunden kommen aus nahezu ganz Europa, von Italien bis Norwegen.

Voigt selbst bezeichnet sich als "positiv verrückt, ich will etwas bewegen". Und das nicht nur im jetzt 20-jährigen modernen Unternehmen, sondern auch in der fast 20-jährigen Geschichte des FFC Viktoria. Oder-Rohre, hinter Wolfs Fliesen-Firma wohl der zweite Hauptsponsor, unterstützt den FFC finanziell und mit Sachleistungen wie Spielkleidung.

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