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Trauer um ersten Direktor

Rolf Proksch (1936 bis 2016)
Rolf Proksch (1936 bis 2016) © Foto: Gymnasium Beeskow
Jörg Kühl / 10.12.2016, 07:44 Uhr
Beeskow (MOZ) Der ehemalige Landrat Jürgen Schröter und Schulleiter Klaus-Jürgen Teichert würdigen Rolf Proksch, der vor wenigen Tagen gestorben ist. Er hatte das Beeskower Gymnasium nach der Wende als erster Direktor geleitet.

"Rolf Proksch war ein guter Direktor, der die Entwicklung des Beeskower Gymnasiums gut vorangetrieben hat." Jürgen Schröter, ehemaliger Landrat im Kreis Beeskow und Oder-Spree, würdigt den Pädagogen, der am 28. November im Alter von 80 Jahren gestorben ist. Mit Proksch habe ihn eine gute Zusammenarbeit verbunden, so der Alt-Landrat weiter. Auch Klaus-Jürgen Teichert, seit 1998 Leiter des Gymnasiums und direkter Nachfolger Prokschs, würdigt den Verstorbenen: "Rolf Proksch hat unbestritten seine Verdienste um das Gymnasium. Mit seinem Wirken hat er den Grundstein für den guten Ruf gelegt, den die Schule heute genießt."

Der Kreistag hatte bereits kurz nach der Wende beschlossen, in Beeskow ein eigenes Gymnasium zu errichten. Es gab bis dahin zwar die Erweiterte Oberschule in der Liebknechtstraße (heute Sitz des Ordnungsamts Oder-Spree), die Immobilie sei für ein reguläres Gymnasium jedoch nicht ausreichend gewesen, erinnert sich Schröter. Mit dem Abzug der russischen Soldaten aus der Kaserne in der Breitscheidstraße bot sich ein passendes Objekt an. 1991 erfolgte die Gründung des Gymnasiums Beeskow (den Namen "Rouanet" erhielt es erst 2001). Erster Schulleiter wurde Rolf Proksch, der zuvor an der Görziger Grundschule als Lehrer beschäftigt war. "Er bot sich auch deshalb an, weil er als Mitglied im Bürgerforum Beeskow politisch geeignet war", so der ehemalige Landrat, der selbst in der Wendezeit als Bürgerrechter im Bürgerforum aktiv war. Während der umfangreichen Umbauten der ehemaligen Kaserne waren die Unterrichtsräume in der ganzen Stadt verteilt: Auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwehrakademie in Bahrensdorf, in der ehemaligen Schule für geistig Behinderte (heute Sitz des Katasteramts) und an anderen Orten. Im Jahr 1992 konnte schließlich das klassizistische Backsteingebäude am heutigen Standort bezogen werden. "Rolf Proksch hat in dieser Zeit und den Jahren danach wichtige Aufbauarbeit geleistet", weiß Teichert von seinem Vorgänger zu berichten. Wie Proksch hatte auch Teichert im Jahr 1991 eine Schule als Leiter übernommen: Die Gesamtschule, die am 1995 mit einer gymnasialen Oberstufe ausgestattet wurde.

Im Jahr 1998 gingen Rolf Proksch und seine Frau Hildegard in den Ruhestand, das Ehepaar zog kurz danach nach Berlin.

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