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Vorgestellt: Christian Kuke führt die SVF

Vom Hauptmann zum Chef des Stadtverkehrs

SVF-Geschäftsführer: Christian Kuke
SVF-Geschäftsführer: Christian Kuke © Foto: Winfried Mausolf
Frank Groneberg / 13.12.2016, 07:30 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit einem neuen Geschäftsführer geht die Stadtverkehrsgesellschaft in das Jahr 2017. Als wichtigste Aufgabe für die kommenden Jahre sieht Christian Kuke die Herstellung der Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr der Stadt.

Bis Straßenbahnen und Busse in Frankfurt tatsächlich jederzeit und ohne Einschränkungen von jedem Menschen genutzt werden können, wird noch einige Zeit ins Land gehen. "Die Gewährleistung der diskriminierungsfreien Mobilität ist momentan das Kernthema, das uns umtreibt", sagt Christian Kuke, seit dem 1. Oktober Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF). "Da sind noch viele Bretter zu bohren", fügt er an. Das Hauptaugenmerk liege dabei auf dem Kauf neuer Niederflurbahnen.

Dass Frankfurt über ein sehr gutes Nahverkehrsangebot verfüge, "wird uns immer wieder von verschiedenen Seiten bestätigt", erklärt Christian Kuke. "Und wir wollen dieses Angebot unbedingt erhalten." Zielsetzung sei, den Nahverkehr "in der gewohnten Qualität zu erhalten und trotzdem wirtschaftlich darzustellen", betont er. Die Fahrgastzahlen seien seit Jahren stabil, was für die Attraktivität des Angebots spreche.

Christian Kuke ist ein waschechter Frankfurter und seit 2011 bei der SVF. Als Zeitsoldat bei der Bundeswehr, wo er zuletzt Hauptmann war, studierte er mit dem Abschluss Maschinenbau-Ingenieur, erwarb den Master Of Business Administration. Später absolvierte er eine Weiterbildung zum Betriebsleiter Betriebsorganisation Straßenbahn (BOStrab). Bei der SVF war er zunächst Projektmanager und Instandhaltungstechnologe und zuletzt Geschäftsbereichsleiter Unternehmenssteuerung. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Mit 38 Jahren ist Christian Kuke für einen Geschäftsführer durchaus jung. Einen Nachteil sieht er darin nicht. "Ich fühle mich absolut nicht zu jung", sagt er. "Das Alter ist doch nicht entscheidend, sondern der Erfahrungshintergrund und ob man sich selbst diese Arbeit zutraut.Und ich traue mir das zu."

Wenn es nötig ist, kann der Geschäftsführer, der sonst eher am Schreibtisch arbeitet, auch selbst eine Straßenbahn steuern. "Die Berechtigung habe ich", bestätigt er, "zuletzt bin ich im Sommer Linie gefahren." Die Fahrtberechtigung wolle er auf jeden Fall behalten. "Auch ich muss einspringen können", sagt er. "Das finde ich aber ganz normal. Das Fahren ist das Kerngeschäft, das muss ich als Geschäftsführer kennen."

Busse darf Christian Kuke auch steuern - allerdings ohne Fahrgäste. Die Busse der SVF werden im nächsten Jahr alle erneuert oder ausgetauscht worden sein. "Die Generalüberholungen sind bereits abgeschlossen. 2017 kommen noch mal drei neue Erdgasbusse, dann sind wir durch", betont er. Der Service für die Fahrgäste solle weiter verbessert werden. Ein Beispiel: Bis Ende 2017 will die SVF in allen Fahrzeugen neue Fahrscheinautomaten installiert haben. An diesen kann das gesamte VBB-Sortiment gekauft werden, auch das Brandenburg-Berlin-Ticket.

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