Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Tierschutzplan gescheitert

Die Ausarbeitung eines Tierschutzplans für Brandenburg ist im ersten Anlauf gescheitert. Die Initiatoren des Volksbegehren gegen Massentierhaltung machten am Donnerstag das Agrarministerium dafür verantwortlich.
Die Ausarbeitung eines Tierschutzplans für Brandenburg ist im ersten Anlauf gescheitert. Die Initiatoren des Volksbegehren gegen Massentierhaltung machten am Donnerstag das Agrarministerium dafür verantwortlich. © Foto: dpa
15.12.2016, 19:29 Uhr
Potsdam (MOZ) Die Ausarbeitung eines Tierschutzplans für Brandenburg ist im ersten Anlauf gescheitert. Die Initiatoren des Volksbegehren gegen Massentierhaltung machten am Donnerstag das Agrarministerium dafür verantwortlich. Es habe die Initiative in die Erarbeitung des Plans nicht einbezogen, erklärte BUND-Geschäftsführer Axel Kruschat.

In einer Krisensitzung seien Vertreter der Initiative und Minister Jörg Vogelsänger (SPD) Anfang dieser Woche gemeinsam zu dem Entschluss gelangt, einen Neuanfang zu wagen. Ab Januar soll ein sogenanntes Lenkungsgremium das Verfahren steuern. Es wird paritätisch aus fünf Personen vom Aktionsbündnis Agrarwende und fünf Akteuren aus der Bauernschaft gebildet. Hinzu kommen Vertreter eines bereits beauftragten Konsortiums aus zwei Agrar-Instituten sowie Experten aus den beteiligten Ministerien für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Das Lenkungsgremium soll Schwerpunkte festlegen und die Expertise anderer Bundesländer in Sachen Tierschutz berücksichtigen.

"Ohne eine substanzielle Neuausrichtung des Tierschutzplans wäre eine konstruktive Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren schwer denkbar gewesen", sagte Axel Kruschat. Der Trägerkreis des Volksbegehrens habe nun deutliche Verbesserungen erreicht. "Tierschutz ist Staatsziel. Ziel eines Landestierschutzplans kann deshalb nur die artgerechte Tierhaltung sein", ergänzte Ellen Schütze vom Landestierschutzverband. Dieses, und nicht die Akzeptanz der Nutztierhaltung in der jetzigen Form, müsse der Kern des Projekts sein.

Anfang 2016 hatten 104 000 Bürger dem Volksbegehren gegen Massentierhaltung zum Erfolg verholfen. Im April nahm der Landtag das Begehren in etwas veränderter Form an.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG