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US-Panzer rollen durch Brandenburg

Mit Zügen und auf Straßen: Im ABC-Terminal des Überseehafens von Bremerhaven schlagen die US-Streitkräfte seit Jahren ihr Militärgerät für Übungen und Stationierungen in Europa um.
Mit Zügen und auf Straßen: Im ABC-Terminal des Überseehafens von Bremerhaven schlagen die US-Streitkräfte seit Jahren ihr Militärgerät für Übungen und Stationierungen in Europa um. © Foto: dpa
Dietrich Schröder / 23.12.2016, 10:00 Uhr - Aktualisiert 23.12.2016, 14:58
Frankfurt (Oder) / Zagan (MOZ) Es ist eine der größten Verlegungen US-amerikanischer Truppen nach Europa seit langem: Die "Third Armored Brigade" aus Fort Canson bei Colorado Springs wird nach Polen verlegt. Ab 8. Januar rollt das schwere Gerät auf Zügen und Straßen durch Brandenburg.

Die Operation hat bereits Anfang November begonnen: Seither befinden sich 4200 US-amerikanische Soldaten, 390 Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie jede Menge Begleitfahrzeuge und Technik auf dem Weg vom US-Bundesstaat Colorado nach Polen. Am 6. und 7. Januar sollen die über den Atlantik geschickten Transportschiffe in Bremerhaven eintreffen.

Dass die Panzerbrigade künftig in Polen und anderen östlichen Ländern operieren wird, hatte US-Präsident Barack Obama nach der Annexion der Krim durch Russland zugesagt. Im Sommer hatte die Nato zudem beschlossen, dass zusätzlich vier multinationale Bataillone mit je 1000 Soldaten in Polen sowie den drei baltischen Staaten stationiert werden.

In Bremerhaven wird der Großteil des schweren Geräts auf 900 Eisenbahnwaggons und Dutzende Straßenfahrzeuge verladen. Der Transport quer durch Deutschland wird logistisch von der Bundeswehr im Rahmen des sogenannten "Host Nation Support" (Unterstützung durch das Gastgeberland) begleitet. Der Weg durch Brandenburg führt über zwei Eisenbahntrassen sowie die Autobahn-Grenzübergänge in Frankfurt(Oder) und Forst (Spree-Neiße). Einige Güter werden auch mit Militärflugzeugen transportiert.

Die Brigade soll ihre logistische Basis zunächst in fünf westpolnischen Standorten haben, die alle weniger als 100 Kilometer von Brandenburg entfernt sind. Es handelt sich um traditionelle Militärstandorte, deren Kasernen zum Teil noch aus der Zeit vor 1945 stammen. Da künftig aber auch Übungen in anderen östlichen Nato-Staaten stattfinden sollen, ist nicht ausgeschlossen, dass ein neuer Standort im Osten Polens entstehen wird.

Zunächst soll der größte Teil der Amerikaner in die beiden Orte Zagan und Swietoszow gehen, die rund 60 Kilometer südöstlich von Forst unweit der Autobahn nach Breslau liegen. Das kündigte der Kommandierende General der US Army Europe, Frederick Hodges, kürzlich bei einem Besuch in Zagan an. Doch während es - mit Blick auf Russland - in ganz Polen eine große politische und gesellschaftliche Zustimmung zu der Stationierung gibt, sind ausgerechnet in Zagan selbst Sorgenfalten entstanden.

Denn gleichzeitig mit dem Besuch von Hodges, an dem auch Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz teilnahm, wurde bekannt, dass ein Großteil der 34. Polnischen Panzerbrigade, die bisher in Zagan stationiert ist, in die Nähe von Warschau verlegt werden soll. Für die rund 26000 Einwohner des Ortes, zu denen Hunderte polnische Soldaten mit ihren Familien gehören, war diese Nachricht ein Schock. "Nehmt uns nicht unsere eigenen Soldaten weg!", überschreibt die Zeitung "Gazeta Lubuska" einen Stimmungsbericht aus dem Ort, in dem zahlreiche Bewohner ihre Bedenken äußern. "Die Amerikaner werden kommen und gehen, unsere Jungs aber für immer weg sein", meint beispielsweise eine Händlerin, die sich Sorgen um die Zukunft ihres Geschäfts macht.

Tatsächlich sehen die amerikanischen Pläne vor, dass sich die einzelnen US-Soldaten maximal neun Monate in Polen aufhalten und dann ausgewechselt werden. "Dadurch werden wir in Polen sicherer leben", versucht Minister Macierewicz seine Landsleute zu beruhigen.

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Hasso Isenhagen 24.12.2016 - 16:11:45

Übrigens, der pspst

hat schon erkannt wo die Ratten zu hause sind, seine Kirche hat ein paar Millionen für die ostukraine gespendet

Piefke Saga 24.12.2016 - 00:35:14

K.K., Sie bewegen sich auf einem Holzweg.

.

Paul Müller 23.12.2016 - 23:08:47

:) das Wahrheitsministerium ist schon im Aufbau ...

https://www.welt.de/politik/deutschland/article160572510/Ministerium-plant-Abwehrzentrum-gegen-Desinformation.html ... also aufpassen was du schreibst: ich finde die grösste Kanzlerin aller Zeiten, Frau Merkel, übrigens ganz Supertoll :) ... Winkelemente wurden schon bestellt ...

Klaus Klein 23.12.2016 - 22:57:59

Zum Verständnis hier mein gelöschter Beitrag an Herrn Piefke

Ich wollte nie auf Ihre bereichernde Kommentare antworten aber, man sollte nie, nie sagen. Herr Saga mit Ihrem Satz: ’ Und ich denke, gewisse Stellen haben seinen Kommentar längst notiert ...’. machen Sie mir Angst. Ich mache mir keine Angst um mich, sondern ich habe Angst um dieses Deutschland. Wenn Sie den Satz so meinen wie er dort steht, dann haben Sie sicher niemals etwas von Ulbricht, Honecker, Krenz, Mielke & Co. dort in Ihrem Übersee gehört, geschweige denn erfahren. Solch eine Drohung kann mir keine Angst machen. Ich habe drei Staatsformen kennengelernt. Für mich haben Sie eine, durch jahrzehnte einseitig geprägte, alte Sichtweise. Sicherlich vertreten Sie auch die Meinung, dass Deutschland ein mieses Stück Scheiße ist. Der Skandal daran ist, dass dieser Ausspruch ungestraft bei Herrn Maas durchgeht. Herr Saga, ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest Warum korrigieren Sie sich fortlaufend? Sind Sie nicht Herr Ihrer Finger? Nachtrag: Herr Gronenberg, Sie können mir per hinterlegter Email gerne die Gründe benennen, die Sie zur Löschung veranlasst haben. Danke

Klaus Klein 23.12.2016 - 22:26:36

Entscheidend für mich ist,

dass mein Beitrag gelöscht wurde und Sie hier weiterhin regierungskonforme Parolen verbreiten können. Das Maasmänchen ist mir schon auf der Spur. Hatten Sie auch versprochen.

Piefke Saga 23.12.2016 - 20:35:51

K.K., keine Aufregung nötig.

1) Mein Hinweis an Sie war überhaupt nicht böse gemeint. 2) Betreffend Transport Wie ich bereits geschrieben habe, vielleicht denke ich einfach nur zu pragmatisch, ob ein Zug nach Polen rollt oder ein Schiff nach Danzig "rollt" ... das "Zeug" kommt an, so oder so. 3) Betreffend gewisser Stellen ... Ist so, daran können wir nichts ändern, schließlich heisst es auch World Wide Web. Erinnern Sie sich ... Facebook ... Geburtstagspartys ... und plötzlich kam halb Deutschland und die Polizei und ... und ... und ... Randale inklusive Sie wissen nicht im Voraus, wie eine öffentliche "Einladung" über das Internet ausufert, können es aber erahnen und deshalb ... s.o. 4) Deutschland ist kein mieses Stück Scheisse und ich habe das nie behauptet. ... und ich wehre mich gegen gewisse Kreise, die "daran arbeiten", dass es soweit kommt. 5) Ich korrigiere nicht immer, nur wenn's blöd aussieht und ich noch Zeit dazu habe. Scheint so, wenn man älter wird, dass man betreffend Multitasking Probleme bekommt. ... und manchmal narrt nur der Zwischenspeicher und man merkt es zu spät. Link: http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/hirnforschung/-/journal_content/56/12054/2371214/Multitasking%3A-K%C3%B6nnen's-Frauen-wirklich-besser%3F/ Ich wünsche Ihnen auch ein gesegnetes Weihnachtsfest!

O. Berg 23.12.2016 - 20:06:24

Wo bleiben die Proteste?

"Will sich keine an die Gleise ketten? Denn das ist schlimmer als Kastortransporte Nanu, das waren doch immer die Zeichen des Widerstandes der Grünen und der Friedensbewegung, zumindest als die Grünen noch die Substanz für die Friedensbewegung darstellten und nun auf einmal will jemand davor warnen?

Ralf H. Janetschek 23.12.2016 - 19:56:07

Rußland ./. USA

Wenn in einigen Tagen Donad Trump USA-Präsident werden wird, könnten sich die geopolitischen Schwerpunkte der US-amerikanischen Außenpolitik verschieben. Er hat bereits angekündigt, daß er sich in Zukunft besser mit Rußland verständigen möchte. Dies könnte durchaus bedeuten, daß die US-Truppen in Kürze wieder aus Polen abziehen werden. Die Armee Rußlands verfügt über ca. 20.000 Kampfpanzer (einschließlich Reserve) und ca. 15.000 Schützenpanzer sowie einige tausend andere gepanzerte Fahrzeuge. Demgegenüber stellen ca.400 amerikanische Panzer keinen ernsthaften Gegner dar. Ralf H. Jantschek, Letschin

Piefke Saga 23.12.2016 - 19:20:52

Korrektur

richtig soll sein: ... oder ob sie mit dem Schiff die Reststrecke bis Polen überbrücken und das Schiff in einem polnischen Hafen ausladen.

Piefke Saga 23.12.2016 - 19:16:58

Versteh nicht, für was das Fass, das für diesen Fall aufgerissen wird, gut sein soll.

Die transportieren ihre Ausrüstung vom Eingangshafen Bremerhaven nach Polen und sie verbleibt nicht hier in Deutschland. Und? Warum Ihr hier jammert, das hat mit dem Transport an sich nichts zu tun. Er passt Euch nicht in Euer politisches Weltbild, in Euer Kalkül, that's it. Aber, Euer Meckern, es juckt keinen und Ihr werdet nichts daran ändern. Warum auch? Weil es so was von sche....egal ist, ob sie in Bremerhaven ausgeladen wird, auf 'nen Zug verladen wird und später in Polen abgeladen wird, oder ob sie mit dem Zug die Reststrecke bis Polen überbrücken und sie von einem Schiff in einem polnischen Hafen ausgeladen wird. Noch einmal, und? So oder so landet die Ausrüstung in Polen.

Jürgen Hart 23.12.2016 - 18:15:41

Panzer müssen rollen für den Sieg, oder so

Soviel zur Rückgewinnung der Souveränität dieses Staates nach der Wende. Pustekuchen, Augenwischerei der staatsgeführten Propaganda! Von deutschen Boden führen die friedensbewegten Amis Interventionen in aller Welt aus. Auch die anderen "Befreier" hocken hier in unserem Land noch rum, versauen die Umwelt und lassen sich Besetzung auch noch von den blöden Deutschen gut bezahlen. Noch immer unterhalten die Besetzer hier Silos mit atomaren Sprengköpfen bestückten Raketen. Wo die roten und grünen Menschen- und Umweltschützer bleiben erübrigt sich wohl. Heiße Luft und nichts dahinter. Die einzigen die Deutschland mit Sack und Pack verlassen haben, sind die bösen Russen. Hat zwar eine hohe Milliardensumme als Anreiz und ebenso viel an Rückbau und Entgiftung gekostet, aber die haben Wort gehalten. Als Dank haben sie zum dritten oder vierten Mal, die Deutschen mit ihren Mitfriedensstiftern an ihrer Westgrenze am Hals.

Piefke Saga 23.12.2016 - 17:16:42

Ach ja, war alles nur als gut gemeinter Rat gedacht

.

Piefke Saga 23.12.2016 - 17:14:43

Eigentlich beides. Manchmal verhalten sich die Leute einfach nur dumm,

oder, sie haben zu viel Geld. Man kann ihm nur die Daumen drücken, dass keiner auf die Idee kommt, wozu er aufgerufen hat. Gesetzt den Fall es passiert wirklich, dann kann das sehr teuer für ihn werden. Mit teuer meine ich Zaster, Moneten, Schadenersatzforderungen für Einsatzkräfte usw. und so fort. Und ich denke, gewisse Stellen haben seinen Kommentar längst notiert ... den Rest können Sie sich selber "ausmalen".

Piet Pritt 23.12.2016 - 17:03:42

@Piefke Saga

war das eben eine Warnung oder ein Hinweis?

Piefke Saga 23.12.2016 - 16:55:49

K.K.,ich wäre vorsichtig mit solchen Aufrufen ...

(da helfen selbst Fragezeichen als Verschleierung nicht)

Klaus Klein 23.12.2016 - 16:05:29

Wo bleiben die Proteste?

Will sich keine an die Gleise ketten? Denn das ist schlimmer als Kastortransporte

Hasso Isenhagen 23.12.2016 - 16:05:16

das ist die schlechteste Nachricht

seit Ende des 2. Weltkrieges. Nur damals sind so viele Panzer gen Osten gerollt. Man kann nur hoffen dass sie schon bald in irgendwelchen Sümpfen stecken bleiben.

Piet Pritt 23.12.2016 - 15:45:45

@Piefke Saga und Harald Meier

ist das jetzt einen gute Nachricht weil "Panzer gegen Putin" oder eine schlechte, weil es ab 21.01.2017. "Trump-Panzer" sein werden? Ihr beide habt doch bestimmt einen gefestigten Standpunkt dazu. ;-)

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