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Parallel zur Umstellung der Kaiser's-Filialen gibt Edeka den Namen des Traditionsunternehmens auf

Auch Supermarktkette Reichelt verschwindet

Schriftzug Reichelt verschwindet bald: Die Filiale in Petershagen-Eggersdorf wird ebenfalls zu einem reinen Edeka-Markt.
Schriftzug Reichelt verschwindet bald: Die Filiale in Petershagen-Eggersdorf wird ebenfalls zu einem reinen Edeka-Markt. © Foto: MOZ
Hajo Zenker / 02.01.2017, 14:31 Uhr
Berlin (MOZ) In den kommenden Wochen verschwindet in der Region nicht nur die Supermarktkette Kaiser's, in dem sie quasi je zur Hälfte im Berliner Raum zwischen Edeka und Rewe aufgeteilt wird. Zugleich zieht Edeka auch die traditionsreichen Reichelt-Märkte endgültig aus dem Verkehr.

Dies, sagt Pressesprecherin Bettina Stolt von der zuständigen Edeka-Gesellschaft Minden-Hannover, sei schon längerfristig geplant gewesen und stehe damit nicht im Zusammenhang mit der Kaiser's-Tengelmann-Übernahme. Trotzdem werden nun sowohl 61 Kaiser's-Filialen als auch 48 Reichelt-Geschäfte in Berlin-Brandenburg zu reinen Edeka-Läden. Obwohl noch am Montag auf der Internetseite von Reichelt zu lesen war, man sei "ein unverzichtbares Stück Berlin"...

Reichelt, bereits im Jahr 1903 gegründet, gehört seit 1995 mehrheitlich zu Edeka Minden-Hannover, seit 2003 vollständig. Deshalb sei dies nun "ein finaler Schritt", so die Sprecherin, im Inneren der Supermärkte sei man ja längst Edeka gewesen, das Sortiment bleibe zudem bestehen ("übrigens auch das Reichelt-Bier") und vor allem blieben die gewohnten Mitarbeiter in den Filialen.

Einen genauen Termin, wann "die optische Änderung" aller Filialen vollzogen ist, kann die Sprecherin nicht nennen. Die Mehrheit der Märkte werde von selbstständigen Kaufleuten betrieben, die selbst entscheiden könnten, wann der Schriftzug Reichelt verschwinde - "da geht es ja nicht nur um Schilder, sondern auch um Einkaufswagen und Kleidung". Bis Anfang Februar aber, sagt Bettina Stolt, solle die Umstellung endgültig erledigt sein.

Eine betroffene Brandenburger Filiale steht in Petershagen-Eggersdorf (Märkisch-Oderland). Allerdings steht nach dem jetzt bevorstehenden Umflaggen dort in absehbarer Zeit die nächste Veränderung bevor. Edeka plant nämlich den Bau einer deutlich größeren Filiale in der Nähe. Bürgermeister Olaf Borchardt (parteilos) geht davon aus, dass die nötigen Unterlagen in einem Vorentwurf im Herbst vorliegen und danach diskutiert werden können. Was wohl heißen dürfte: 2018 macht diese Filiale zu und in 400 Meter Entfernung in einem neuen Objekt wieder auf.

Der Großteil der nach der Wende errichteten Brandenburger Reichelt-Filialen war bereits vor 13 Jahren verschwunden, etwa in Wriezen (Märkisch-Oderland). Damals hatte es geheißen, man wolle sich auf den unmittelbaren Berliner Raum konzentrieren. Nun verschwindet Reichelt vollständig.

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