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Schwere Unfälle durch Glätte

Dramatische Augenblicke: Dieser Wagen kam durch Eisglätte von der Straße ab und raste zwischen Kerkow und Görlsdorf zwischen die Bäume. Die 40-jährige Fahrerin musste herausgeschnitten werden. Insgesamt gab es Mittwochmorgen vier Verletzte
Dramatische Augenblicke: Dieser Wagen kam durch Eisglätte von der Straße ab und raste zwischen Kerkow und Görlsdorf zwischen die Bäume. Die 40-jährige Fahrerin musste herausgeschnitten werden. Insgesamt gab es Mittwochmorgen vier Verletzte © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Oliver Schwers / 04.01.2017, 22:11 Uhr
Angermünde/Schwedt (MOZ) Überraschende Glätte hat Mittwochmorgen auf einigen Straßen der Uckermark zu mehreren teils schweren Unfällen mit vier Verletzten geführt. Hubschrauber und Rettungskräfte mussten ausrücken, um Menschen aus den Autos zu befreien.

Gleich sechsmal krachte es im Raum Angermünde/Schwedt innerhalb von nur 30 Minuten. Die Wetterlage mit einsetzendem Schneeregen, Gewitter, Regen, Graupel und Hagelschauern verwandelte Straßenabschnitte immer wieder in gefährliche Eispisten. Durch die relativ milden Temperaturen und die meist regennassen Straßen waren die rutschigen Stellen zunächst kaum wahrnehmbar.

Um 5.19 Uhr erhielt die Polizei die erste Meldung. In der Kuhheide in Höhe Schwedter Waldbad war ein Pkw von der Straße gerutscht und hatte sich überschlagen. Der Fahrer kam verletzt ins Schwedter Klinikum. Am Wagen entstand Totalschaden.

Eine Minute später glitt ein Pkw auf der B 166 zwischen Kavelheide und dem Abzweig Stendell in die Leitplanken. Der Fahrer erlitt eine Platzwunde am Kopf, die vor Ort versorgt wurde. Durch den Rückstau ereignete sich etwas später ein Folgeunfall mit zwei Fahrzeugen aus Richtung Passow. Insgesamt entstand an dieser Stelle nach Polizeiangaben ein Schaden von rund 30 000 Euro.

Um 5.31 Uhr die nächste Meldung: Eine Frau aus Angermünde wurde verletzt, als sie mit ihrem Wagen zwischen Angermünde und Neukünkendorf gegen einen Baum raste. Sie musste mit Spezialtechnik aus ihrem Auto befreit werden. Der Schaden belief sich auf rund 10 000 Euro.

Schwer erwischt hatte es auch eine 40-Jährige, die mit ihrem Pkw auf dem Weg zur Arbeit war und auf der Landstraße zwischen Kerkow und Görlsdorf von der Straße abgekommen war. Der Wagen raste zwischen die Bäume. Feuerwehrleute schnitten das schwer verletzte Unfallopfer aus dem Wrack. Die Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen.

Vergleichsweise glimpflich ging ein Unfall in der Schwedter Straße in Angermünde ab. Hier rutschte ein Auto wegen Glätte von der Fahrbahn. Der Schaden betrug hier rund 2000 Euro.

Schon in der Nacht hatte das Wetter heftige Kapriolen geschlagen. Wind, teilweise orkanartige Böen und Gewitter wechselten sich ab. Stellenweise regnete es heftig, vermischt mit Schneeregen und Hagelschauern.

Insgesamt fünfmal mussten Feuerwehren und Einsatzkräfte ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen. In den meisten Fällen handelte es sich nach Angaben der Regionalleitstelle Nordost Eberswalde um herabgestürzte Äste. Zwischen Basedow und Dedelow schnitt die Feuerwehr einen umgestürzten Baum von der Straße. Menschen kamen nicht zu Schaden.

In Gatow herrschte Großalarm, als ein Blitz in ein Gebäude einschlug. Mit 29 Leuten rückte die Feuerwehr aus. Doch es hatte keinen Schaden gegeben.

Der Winterdienst wurde extra ausgerufen, nachdem die ersten Unfälle bekannt waren. Streufahrzeuge fuhren daraufhin die Bundes- und Landesstraßen ab. Wenig später hatte sich das Wetter beruhigt.

Auch in den nächsten Tagen und Nächten müssen sich Autofahrer auf wechselnde und nicht vorhersehbare Wetterverhältnisse einstellen und ihr Fahrverhalten anpassen.

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