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Friehdhofs-Vorplatz mit neuem Gesicht

Zeremonie am Friedhof: Die Gemeindevertreter Heiko Friese (rechts), Werner Lindenberg (Zweiter von rechts) und Peter Kleffmann (mit Schere) zerschnitten am Donnerstag die Flatterleine, um den Friedhofsvorplatz in Birkenwerder freizugeben.
Zeremonie am Friedhof: Die Gemeindevertreter Heiko Friese (rechts), Werner Lindenberg (Zweiter von rechts) und Peter Kleffmann (mit Schere) zerschnitten am Donnerstag die Flatterleine, um den Friedhofsvorplatz in Birkenwerder freizugeben. © Foto: MZV/Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 11.11.2016, 11:00 Uhr
Birkenwerder (OGA) Die Zeiten, in denen Besucher des Waldfriedhofs in Birkenwerder mit Gummistiefeln kommen mussten, sind jetzt vorbei. Am Donnerstag wurden die Arbeiten zur Neugestaltung des Vorplatzes abgeschlossen.

In den vergangenen fünf Monate nhat das fast 2 000 Quadratmeter große Areal ein völlig neues Gesicht bekommen. Entstanden ist eine große Kleinpflasterfläche, auf der auch große Fahrzeuge bequem wenden können. Als Parkfläche ist sie aber nicht gedacht. Besucher des Friedhofs, des Bauhofes und der Baumschule Garske finden im vorderen Bereich 29 Stellplätze - davon zwei für Behinderte - vor. Für die Parkplätze, die maximal zwei Stunden genutzt werden dürfen, hat die Gemeinde das alte Kopfsteinpflaster, beispielsweise aus der Brieseallee, einbauen lassen. Auch vorhandene Borde sind wiederverwendet worden. Weiter wurden zehn Lampen aufgestellt und neun Bäume gepflanzt. Im Zuge der Maßnahme ist der Weg zu Kapelle wieder in Ordnung gebracht worden. In der Mitte des Weges wurden zusätzlich 166 Granitplatten verlegt, sodass die Kapelle nun mit dem Rollstuhl oder mit einem Rollator leichter erreicht werden kann.

Am Rande des Vorplatzes hat das Kriegerdenkmal aus dem Zentrum einen neuen Platz gefunden. In einer aufwendigen Aktion ist der tonnenschwere Stein zum Friedhof gebracht und nahezu originalgetreu wieder aufgestellt worden. Die Gemeinde hat auch die verwitterten Inschriften auf den Findlingen erneuern lassen. Damit kein Name der im Ersten Weltkrieg gefallenen Einwohner von Birkenwerder falsch geschrieben wird, wurde extra in den Kirchenbüchern recherchiert.

"Das Denkmal hat einen würdigen Rahmen in angenehmer Umgebung gefunden", sagte Gemeindevertreter Heiko Friese (SPD). Dem schloss sich auch Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF) an: "Es ist ein ehrbarer Platz." Am Sonntag findet anlässlich des Volkstrauertages vor dem Mahnmal eine kleine Gedenkfeier statt. Beginn ist um 11.30 Uhr.

Für Kopfschütteln sorgte bei einigen Passanten bei der offiziellen Freigabe des Vorplatzes am Donnerstag der Zustand der Straße zum Waldfriedhof. Befestigt wurde nur das 110 Meter lange Teilstück von der Bahnbrücke bis zum Vorplatz. Zwischen Wensickendorfer Weg und Brücke beherrschen weiterhin die Schlaglöcher das Straßenbild. "Die Beschlusslage gab es nicht her, dieses Teilstück auch auszubauen", erklärte Bauamtsleiter Jens Kruse. Dafür sind aber vorsorglich schon zwei Leerrohre vergraben worden, um irgendwann ohne großen Aufwand DSL-Leitungen, also schnelles Internet, verlegen zu können.

Insgesamt hat die Gemeinde 535 000 Euro für die Baumaßnahme investiert.

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