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Unterschriften-Aktion für Saarows Uferwanderweg

Hier soll es künftig weitergehen: Gudrun Radzimanowski (links) und Brigitta Cremer zeigen da, wo der Uferwanderweg derzeit im Kurpark endet, die von ihnen und weiteren Mitstreitern gesammelten Unterschriften-Listen.
Hier soll es künftig weitergehen: Gudrun Radzimanowski (links) und Brigitta Cremer zeigen da, wo der Uferwanderweg derzeit im Kurpark endet, die von ihnen und weiteren Mitstreitern gesammelten Unterschriften-Listen. © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 14.01.2017, 06:45 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Der Januar wird in Bad Saarow der Monat der Entscheidung in einer seit Jahren diskutierten Angelegenheit: Es geht um die Frage, ob der Uferwanderweg am Scharmützelsee verlängert wird oder nicht. Mittlerweile sammeln Einwohner Unterschriften für einen Ausbau.

Brigitta Cremer hat sich eigentlich vor knapp 20 Jahren aus der Bad Saarower Kommunalpolitik verabschiedet. Doch jetzt mischt sie sich wieder ein. Grund ist der Uferwanderweg und die Frage, ob der Spazierweg entlang des Scharmützelsee vom Kurpark um etwa 300 Meter verlängert wird bis zum Platz am Stein oder nicht. Lange schien dieses Vorhaben Konsens zu sein in der Gemeindevertretung, doch nun ist es umstrittener denn je.

Brigitta Cremer, die in den 1990er-Jahren für eine Vorgänger-Gruppierung der Freien Wählergemeinschaft in der Gemeindevertretung saß, erinnert sich. "Wir haben auf den benötigten Grundstücken bereits damals Dienstbarkeiten für die Gemeinde eintragen lassen", sagt sie. Dass einige Kommunalpolitiker nun rechtliche Bedenken hinsichtlich der Verlängerung hegen, kann sie daher nicht nachvollziehen.

Mit Mitstreitern wie Gudrun Radzimanowski, Ehefrau des CDU-Gemeindevertreters Erhard Radzimanowski, und auch der ehemaligen Bürgermeisterin Gerlinde Stobrawa (Linke) kämpft sie nun für ein positives Votum. Dazu hat sie eine Unterschriftenaktion initiiert. "An die 200 Unterstützer haben sich bereits eingetragen", sagt sie. Weitere Argumente, die auf dem Papier genannt werden, sind die bereits getätigte Vorplanung und die vorliegende Fördermittel-Zusage. "Und der Weg käme dem Gemeinwohl zugute", sagt Brigitta Cremer. Die Aktion ist tituliert als Bürgerbegehren, was nach den Vorschriften der Kommunalverfassung einen Bürgerentscheid nach sich ziehen könnte.

Die Gemeindevertretung hat den Uferwanderweg am 23. Januar auf der Tagesordnung. Zur Abstimmung steht dann ein Antrag der Fraktion Demokratie direkt, den Weg nicht auszubauen. Zuvor beschäftigt sich am Montag (19 Uhr, Scharmützelsee-Amtsverwaltung) der Hauptausschuss mit der Angelegenheit - anders als in der Gemeindevertretung allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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