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Klippen bei der Kindernachsorge

03.05.2017, 18:45 Uhr
Strausberg (MOZ) Der geplante Neubau der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg in Strausberg (Märkisch-Oderland) hat offenbar noch nicht alle Klippen umschifft. Die familienorientierte Rehabilitationseinrichtung für herz- und krebskranke Kinder und deren Angehörige will aus den ungeeigneten ehemaligen SED-Politbürohäusern in der Waldsiedlung bei Bernau (Barnim) weg. Sie hat nach langem erfolglosem Ringen um Fördermittel mit dem früheren Eigner von Einkaufszentren in Strausberg, Bernau und Berlin Peter Fritz einen Mäzen gefunden, der das 20-Millionen-Euro-Projekt über eine Stiftung finanziert.

Allerdings sperren sich Umweltverbände dagegen, dass der Neubau für 60 "Primärpatienten" und 120 Angehörige in einem Waldstück am Strausseeufer entstehen soll. Den Standort hatte ein Fachgremium der deutschen Kinderkrebsnachsorge - Stiftung für das chronisch kranke Kind aus einem Dutzend Vorschlägen ausgewählt, weil seine Lage einen erfolgreichen Therapieverlauf am besten unterstützen würde.

Stiftungsvorstand Roland Wehrle warb am Mittwoch in Strausberg um Unterstützung, um Hindernisse für das "in Ostdeutschland einmalige Modellprojekt" aus dem Weg zu räumen. Leitende Mediziner aus Charité und Herzzentrum Berlin pflichteten ihm bei. "Naturschutz ist wichtig, aber gibt es etwas, was mehr zu schützen ist als Kinder?", so Prof. Angelika Eckert von der Charité.

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