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"Alter Sack" mit neuem Programm

Mit der Gitarre: Hans Werner Olm hatte sichtlich Spaß an den Reaktionen des Publikums in der Kulturfabrik.
Mit der Gitarre: Hans Werner Olm hatte sichtlich Spaß an den Reaktionen des Publikums in der Kulturfabrik. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 16.01.2017, 07:01 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Man kennt ihn als charmantes Bühnen-Raubein und streitbaren Entertainer, als Erfinder vieler skurriler TV-Figuren wie Luise Koschinsky, Paul Schraada oder Spliss im Otto-Film "7 Zwerge" sowie zweifachen RTL-Comedypreisträger und Kabarettisten: Hans Werner Olm. Am Samstagabend stellte er sein neues Programm "Mach fertig" im ausverkauften Musikkeller der Kulturfabrik vor.

Seit mehr als 40 Jahren steht er auf der Bühne. Auch in Fürstenwalde war er mehrfach. Gern erinnerte er an das Frühlingsfest, wo er mit jungen Kollegen viel Rockmusik auf dem Marktplatz gespielt habe. Aber auch im Musikkeller war er oft solo. "Fürstenwalde ist ja auch eine tolle Stadt, mit langer Straße, Tankstelle und Dom. Und man ist schnell wieder weg, zurück in Berlin", sagte er unter Gelächter.

Eine humoristische Lebensberatung für Erwachsene bot er gut zwei Stunden. Es war ein Ritt durch ein deutsches Leben. Olm spiegelte das Portrait eines späteren Arschlochs - begann beim süßen Kind, sparte den ersten "hin gehuschten" Geschlechtsverkehr nicht aus, auch nicht den Kampf um Anerkennung sowie die gescheiterten Beziehungen voller Selbstzweifel. Und endlich die glückliche Einsamkeit im Alter, mit den Erkenntnissen: keine verbalen Umwege mehr und Freundschaft schließen mit der Ekstase des Versagens. Gekonnt bekamen Politiker und Männer im Allgemeinen ihr Fett weg, auch der Wahnsinn verrückter neuer Kindernamen sorgte für viele Lacher.

Er sei gerne "alter Sack", sagte Olm (61), seine Zeit sei knapp, daher stehe er auf klare Ansagen, wie "Mach fertig". Dazu sang er Stücke von Peter Maffay oder Helene Fischer. Das Publikum feierte ihn frenetisch. "Das war ein Wahnsinns-Abend", sagten am Ende viele. "Und dabei war es bei uns erst die Vor-Premiere seines neuen Programms, die Tour kommt erst noch", strahlte Kufa-Chef Klaus-Peter Oehler.

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