Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

In der Rolle des Bittstellers

MOZ-Redakteur Andreas Wendt
MOZ-Redakteur Andreas Wendt © Foto: Knut Leeder
Andreas Wendt / 24.01.2017, 18:38 Uhr
(MOZ) Vollmundig rühmen sich die Gesellschafter des Flughafens mit den weltweit höchsten Anforderungen an den Schallschutz für die Anwohner des BER und begründen über die Bundesregierung gegenüber der EU ihre Forderung nach Beihilfen auch mit zusätzlichen Kosten zur Verbesserung des Schallschutzes. Immerhin stehen mehr als 700 Millionen Euro für die über 14 000 betroffenen Haushalte im Tag- und Nachtschutzgebiet auf Abruf bereit.

Dass es aber gar nicht so leicht ist, Geld für sich zu beanspruchen, zeigen sechs exemplarische Fälle, die am Montag im BER-Sonderausschuss des Landtags detailliert vorgestellt worden sind. In einer Sitzung, die eigentlich hinter verschlossenen Türen stattfinden sollte, angeblich aus Gründen des Datenschutzes.

Die letztlich doch öffentlich gemachten Beispiele erwecken den Eindruck, als würde die Flughafengesellschaft den juristischen Leitspruch "Im Zweifel zugunsten des Angeklagten" nicht adäquat auf die BER-Anwohner anwenden. Die Folge sind Auseinandersetzungen, bei denen die Betroffenen in die Rolle des Bittstellers gedrängt werden. Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für eine gute Nachbarschaft.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG