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Rolf Lindemann ist neuer Landrat in Oder-Spree

dpa / 25.01.2017, 22:39 Uhr
Beeskow (dpa) Im dritten Anlauf hat die Wahl eines Landrates für den Kreis Oder-Spree geklappt. Die Bevölkerung war daran aber nur noch mittelbar beteiligt.

Der 59-jährige Rolf Lindemann ist neuer Landrat von Oder-Spree. Der SPD-Kandidat setzte sich am Mittwochabend bei der Abstimmung im Kreisparlament mit 36 von insgesamt 46 Stimmen durch. Auf den bisherigen Sozialbeigeordneten Oder-Sprees entfielen 78,2 Prozent, wie ein Kreissprecher mitteilte. Insgesamt waren beim ersten Wahlgang drei Kandidaten zugelassen.

Die Abstimmung im Kreistag war notwendig geworden, nachdem zwei Direktwahl-Anläufe im November und Dezember mangels ausreichender Beteiligung gescheitert waren. Daraufhin wurde der Landratsposten öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt 16 Bewerber reichten ihre Unterlagen ein, wovon sich am Mittwoch elf in Beeskow persönlich vorstellten.

Neben Lindemann wurden dann die Kleinmachnowerin Christine Kohls sowie der Fürstenwalder Matthias Rudolph von den Fraktionen für die Wahl nominiert. Während Kohls 15,2 Prozent erzielte, waren es bei Rudolph 6,5 Prozent. Lindemann nahm die Wahl an. Er wird sein Amt am 9. Februar antreten. Amtsvorgänger Manfred Zalenga (parteilos) scheidet einen Tag früher aus. Er hatte aus Protest gegen die von der rot-roten Landesregierung angestrebten Kreisgebietsreform auf eine weitere Kandidatur verzichtet.

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Rolf Lustig 28.01.2017 - 09:14:59

Landratswahl

Wie erwartet setzte sich Lindemann durch, eine gute "Wahl" der Landtagsabgeordneten. So geht Politik in Brandenburg, da muss sich keiner wundern, wenn rechtspopulistische Parteien bald die angegrauten Abgeordneten ablösen. Keine eigene, kritische Meinung, keine Ideen. Hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Böcke des neuen Landrates zu zählen?

Norbert Wesenberg 26.01.2017 - 07:16:50

Lindemann geh du voran

Zitat: "Amtsvorgänger Manfred Zalenga (parteilos) scheidet einen Tag früher aus. Er hatte aus Protest gegen die von der rot-roten Landesregierung angestrebten Kreisgebietsreform auf eine weitere Kandidatur verzichtet." Nun wollen wir doch mal sehen, ob Potsdam mit Lindemann ein willfähriges Werkzeug für die Kreisgebietsreform in LOS bekommt. Mit dem SPD Parteibuch in der Tasche dürfte es da aber keine Probleme geben.

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