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Skurril und voller Details

Neue Ausstellung: Romy Kunert, die Leiterin der Stadt- und Regionalbibliothek, hat Werke des Comic-Künstlers Ivo Kircheis in beide Häuser der Einrichtung geholt.
Neue Ausstellung: Romy Kunert, die Leiterin der Stadt- und Regionalbibliothek, hat Werke des Comic-Künstlers Ivo Kircheis in beide Häuser der Einrichtung geholt. © Foto: René Matschkowiak
Sonja Jenning / 04.02.2017, 07:15 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Originalzeichnungen, Entwürfe und Vorskizzen des Dresdner Comic-Künstlers Ivo Kircheis sind derzeit in beiden Häusern der Stadt- und Regionalbibliothek ausgestellt. Im März kommt der Zeichner zu einem Werkstattgespräch nach Frankfurt.

Mr. Rocket, die Kuh Ingeborg, der Mann mit der Bombe, die Fliege und ein Familienvater Anfang 40 in einem Universum voller Parallelen sind die Hauptfiguren in den Comics des Dresdner Zeichners und Illustrators Ivo Kircheis. Seine Figuren und Geschichten sind skurril und anarchisch, seine Bilder gefüllt mit erstaunlich vielen Details. Originalzeichnungen, Entwürfe und Seiten aus seinen Skizzenbüchern sind noch bis 17. April in beiden Häusern der Frankfurter Stadt- und Regionalbibliothek - Collegienstraße und Bischofstraße 1 - zu sehen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ivo Kircheis einen in der Comic-Szene sehr bekannten Künstler nach Frankfurt holen konnten", sagt Bibliotheksleiterin Romy Kunert. Ivo Kircheis (Jahrgang 1966) zeichnete bereits für verschiedene Zeitungen, von Bild bis Zeit, seine großformatigen Wimmelbilder schmücken unter anderem die Abflughalle des Dresdner Flughafens. Seine Bandbreite reicht von Underground bis realistisch mit einer Vorliebe für Schwarz-Weiß-Zeichnungen mit Tusche und Feder.

Dass die Ausstellung zeitgleich in beiden Häusern der Bibliothek zu sehen sein wird, ist Teil des neuen Ausstellungskonzeptes. "Wir wollen auf diese Weise gute Künstler gewinnen und unseren Nutzern an beiden Standorten präsentieren", erklärt Romy Kunert. Gleichzeitig soll die Ausstellung thematisch auf Bestände in beiden Häusern hinweisen, so wie es bei den Comics der Fall ist.

"Die Ausstellung soll dazu anregen, mit dem Genre Comics in Kontakt zu kommen", sagt die Bibliotheksleiterin. Kindern und Jugendlichen falle das leichter, ältere Leser hätten hingegen noch Berührungsängste. "Dabei haben sie eine lange Tradition und waren eines der wichtigsten Informations-Transportmittel in der Bild- und Schriftkultur", sagt Romy Kunert.

Von Ivo Kircheis steht inzwischen auch das Gesamtwerk zur Ausleihe bereit. Dazu gehört neben der Reihe "Paralleluniversum"und dem intergalaktischen Abenteuer "Rocket Blues" auch die Geschichte "Die Tote von St. Michaelis", die 1945 in den letzten Kriegstagen spielt und das generationsübergreifende "Papa, wann essen wir mal ein Pferd?".

Der Illustrator und Zeichner wird darüber hinaus im März als Gast in der Bibliothek erwartet. "Den genauen Termin stimmen wir derzeit noch ab", berichtet Romy Kunert. Auf jeden Fall wird Ivo Kircheis dann durch seine eigene Ausstellung führen und im Rahmen eines Werkstattgesprächs erklären, wie er seine Comics zeichnet.

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