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Forschungsprojekt zum See

Knapp über der 80-Zentimeter-Marke: der Pegelstand am Straussee am Montag
Knapp über der 80-Zentimeter-Marke: der Pegelstand am Straussee am Montag © Foto: MOZ/Gerd Markert
Uwe Spranger / 06.02.2017, 19:23 Uhr
Strausberg (MOZ) Ziemlich enttäuscht haben sich Strausberger Bürger in sozialen Netzwerken nach dem Fernsehbeitrag zum Wassermangel im Straussee am Wochenende im ZDF gezeigt. Neue Erkenntnisse über etwaige Ursachen des rückläufigen Pegels hat das Team der Reihe Terra Xpress nicht liefern können, auch wenn vorher angekündigt worden war, dass man "unerwartete Ergebnisse" präsentieren werde, "die etwas mit dem Klimawandel zu tun haben - aber nicht nur".

Neben Szenen im Freibad, die Auswirkungen des niedrigen Wasserstandes zeigten, zum Beispiel die abmontierte große Rutsche, zeigte man die offene Fraktionssitzung der UfW am See, stattete dem Wasserwerk Spitzmühle des WSE einen Besuch ab und ließ als Experten Prof. Heiko Sieker zu Wort kommen, dessen Büro den Generalentwässerungsplan für die Stadt fortschreibt. Er schloss wegen einer Sperrschicht unter dem See das Wasserwerk als Ursache aus, führte stattdessen den drastischen Rückgang der Niederschlagsmengen seit 2014 an. Das hatte er bereits im April 2016 im Bau- und Umweltausschuss getan (MOZ berichtete).

Die Stadtverwaltung arbeitet derweil an der Erfüllung des Auftrags der Stadtverordneten aus dem Herbst 2016, die Ursachen klären zu lassen. Laut Bürgermeisterin Elke Stadeler hat die Technische Universität (TU) Berlin Interesse an einem Forschungsprojekt zur "Stabilisierung des Landschaftswasserhaushalts im Einzugsgebiet des Straussees". Ein erster Abstimmungstermin sei für die zweite Februarhälfte geplant. Ein Fördermittelantrag liege dem Landesamt für Umwelt seit Januar zur "fachlichen Vorprüfung" vor. Ende Februar solle der vollständige Antrag bei der Investitionsbank des Landes eingereicht werden. Nach Bewilligung könnte die TU beauftragt werden. Ergebnisse würden dann halbjährlich in den Ausschüssen vorgestellt

Aktuell liegt der Pegelstand des Sees bei gut 80 Zentimetern. Er habe sich seit dem absoluten Niedrigstand Ende September vorigen Jahres um zwölf Zentimeter erholt, heißt es aus dem Rathaus. Vom normalen Maß ist er aber noch mehr als einen halben Meter entfernt.

Was den Ausschlag für die Zusammenarbeit mit der TU Berlin gegeben hat, wurde von der Verwaltung bislang nicht beantwortet. Zunächst waren noch weitere Hochschulen als mögliche Partner genannt worden. Ob auch das ZALF Müncheberg kontaktiert wurde, blieb ebenfalls offen. Die Einrichtung hatte 2009 eine Vorstudie zu dem Thema erarbeitet, als der Pegelstand bereits zurückgegangen war, allerdings nicht so drastisch wie jetzt. Danach hatte sich der See erholt.

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