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Fürstenberg erweitert Parkplatz am Bahnhof

Zeichnet sich durch den Schnee bereits ab: Die Erweiterung des Parkplatzes kündigen provisorische Schilder an - gebaut wird voraussichtlich, wenn der Frühling naht.
Zeichnet sich durch den Schnee bereits ab: Die Erweiterung des Parkplatzes kündigen provisorische Schilder an - gebaut wird voraussichtlich, wenn der Frühling naht. © Foto: Thomas Pilz/GZ
Thomas Pilz / 07.02.2017, 08:04 Uhr
Fürstenberg (GZ) Auch die Wasserstadt laboriert an einem strukturellen Defizit. Geld aus der Rücklage in Millionenhöhe muss das Minus im Haushalt jährlich ausgleichen. Weil die Größe der Rücklagen zurzeit aber mehr als vier Millionen Euro beträgt, kann die Kommune Investitionen dennoch meistern.

Satte zwei Millionen Euro plant Fürstenberg in diesem Jahr für Projekte im Bereich der Investitionen ein - freilich beträgt die Höhe der Drittmittel, die beantragt sind, rund 1,3 Millionen Euro. Außerdem ist in dieser Summe auch der Erwerb von Grundstücken enthalten, ebenso von Sach- und Anlagevermögen. Das letzte Wort über die Investitionen haben die Stadtverordneten am kommenden Donnerstag. Während der Ratssitzung soll der Etat 2017 abschließend beraten und beschlossen werden.

Nicht von ungefähr bleibt die Altstadtsanierung der größte Posten bei den Investitionen. In den vergangenen Jahren wurden jährlich mehrere hunderttausend Euro für die Erneuerung der städtischen Visitenkarte ausgegeben.

Laut Kämmerer Sebastian Appelt wird diese Kontinuität gewahrt - weil es nach wie vor zahlreiche Anforderungen zur Sanierung gibt. Allerdings hat das Kind einen neuen Namen bekommen. Das Förderprogramm heißt nun Aktive Stadtzentren (ASZ) II. Bund und Land stellen wie in den 20 Jahren zuvor zwei Drittel der investiven Mittel zur Verfügung. Mithin können in die Fortsetzung der Altstadtsanierung für 2017 und in den Folgejahren jeweils 345 000 Euro fließen.

Um das alte Programm, das nun beendet wird, auch monetär zum Abschluss zu bringen, werden 2017 von privaten Nutznießern der Altstadtsanierung die fälligen Ausgleichsbeiträge erhoben. Die Summe beläuft sich auf 115 000 Euro.

Ein weiteres wichtiges Projekt, in das investiert wird, zeichnet sich bereits jetzt im Umfeld des Bahnhofes parallel zur Luisenstraße ab: Der Park-and-Ride-Platz soll erweitert werden - Schilder dafür stehen schon.

Das geschieht aus naheliegenden Gründen, denn viele einheimische und auswärtige Pendler nutzen die Angebote der Bahn AG. Der vor mehr als drei Jahren geschaffene Parkplatz nördlich des Bahnhofes zwischen Gleisen und Luisenstraße platzt aus allen Nähten. 160 000 Euro investiert die Kommune, Fördermittel in Höhe von 75 Prozent kann sie in Anspruch nehmen. Eng damit verbunden ist die Verbesserung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs. So will die Wasserstadt das Busleitsystem und die komplette Businfrastruktur verbessern sowie Stellplätze für die Fahrzeuge erweitern - 150 000 Euro kostet das, drei Viertel davon sind Fördermittel.

Altthymen profitiert in zweifacher Hinsicht von Brückenplanungen, die beabsichtigt sind: Zum Beispiel betrifft das die Brücke über den Schwaberowbach bei Dahmshöhe. 20 000 Euro kostet die Planung. Voraussichtlich 2018 soll die Überführung für 160 000 Euro erneuert werden. Für die Mühlenfließbrücke in dem Ortsteil soll eine Vor- oder Bedarfsplanung erfolgen, Kostenpunkt 10 000 Euro.

Geplant werden soll auch die Fußgängerbrücke an der Bahn, die es Passanten aus Richtung der Röblinsee-Siedlung eines Tages ermöglichen soll, schneller in die Innenstadt und zum Bahnhof zu kommen. 60 000 Euro werden für die Planung veranschlagt. In den Folgejahren werden 900 000 Euro für die Ausführung fällig, erläuterte Appelt. Geplant ist zudem, die Existenz des Himmelpforter Klosterkräutergartens zu sichern. 120 000 Euro sind vorerst eingeplant, um den Betreiberverein Ökosolar zu unterstützen. 75 Prozent davon sind Fördermittel.

Im Sinne des Tourismus dürfte auch das Großprojekt des Landkreises sein, überregionale Radwege wie den Berlin-Kopenhagen-Abschnitt durch Oberhavel zu erneuern. Fürstenbergs Eigenanteil daran beträgt rund 80 000 Euro.

Geplant ist zudem der Ausbau des Finkenweges, der mit 180 000 Euro zu Buche schlägt.

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