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Agnieszka Hollands "Pokot" irritiert - im besten Sinne

Düsteres Märchen

Mathias Puddig / 13.02.2017, 00:29 Uhr
Berlin (MOZ) Agnieszka Hollands neues Werk "Pokot" ist eine feministische Geschichte, ein Öko-Thriller voller schwarzem Humor und zugleich ein düsteres Märchen. Ebenso uneindeutig ist auch seine Heldin Duszejko (Agnieszka Mandat), eine frühere Ingenieurin, die nicht verstehen kann, warum Menschen an die Evolution glauben, aber nicht an Horoskope. Eines Tages sind ihre Hunde Lea und Bialka verschwunden. Anschließend sterben Menschen, meist Jäger, meist Teil der Kleinstadt-Elite. Die ältere Dame hat so ihre Theorie zu den Morden: Sie seien die Rache der Tiere.

Agnieszka Holland, selbst bereits eine ältere Dame, hat mit "Pokot" einen merkwürdigen Film gedreht, ein Werk, das unterhält, beunruhigt, erstaunt und irritiert. Dass ihr Film auch als Kommentar auf die Zeit gelesen werden kann, ist dabei nicht einmal eingeplant gewesen. "Die Welt der Jäger ist zum Mainstream geworden", erklärte Holland am Sonntag. "Aber das ist nicht unsere schuld. Wir wollten Ihnen einfach eine seltsame Geschichte erzählen!"(mpu)

Heute, 9.30 Uhr, Friedrichstadt-Palast; 12 Uhr, Haus der Berliner Festspiele; Dienstag, 12.15 Uhr, Zoo Palast; Sonntag, 21.30 Uhr, Haus der Berliner Festspiele

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