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Der mürrische Maler und sein Model

Gitta Dietrich / 13.02.2017, 00:01 Uhr
Berlin (MOZ) "Scheiße": Grummelnd und verlottert schlurft er Kette rauchend durch sein Pariser Atelier - Jahrhundertkünstler Alberto Giacometti. Regisseur Stanley Tucci hat sich für "Final Portrait" eine kleine Episode zwei Jahre vor seinem Tod 1966 herausgegriffen, der Film läuft außer Konkurrenz im Wettbewerb. Der attraktive US-Schriftsteller James Lord (Armie Hammer) hat sich bereit erklärt, Modell zu stehen. Aus einem Nachmittag werden unzählige weitere. Giacometti (Geoffrey Rush) ist nicht der selbstsichere Künstler, er ist ein Zweifler, übermalt immer wieder das Geschaffene. Die Sitzungen werden für Lord zur Tortur: Giacometti bevorzugt es, spazieren zu gehen, will ins Lokal, streitet sich mit seiner Frau Annette (Sylvie Testud) und genießt mit der jungen Geliebten Caroline (Clémence Poésy) das süße Leben. Tuccis fünfte Regiearbeit ist eine ideale Plattform für den herausragenden Geoffrey Rush. Viel mehr gelingt "Final Portrait" aber nicht. Schade.(gd)

Sonntag, 19 Uhr, Berlinale-Palast

Mehr zum Thema: www.moz.de/berlinale

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