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Colo auf der Berlinale: Die große Depression

Mathias Puddig / Uhr - Aktualisiert 16.02.2017, 00:47
Berlin (MOZ) Ganz oben, auf dem Dach eines Lissabonner Hochhauses, da kann der Vater (João Pedro Vaz) noch genießen. Für Momente vergisst er dort, dass seine Familie eigentlich schon ganz unten ist. Die Wirtschaftskrise hat ihn, seine Frau (Beatriz Batarda) und seine Tochter Marta (Alice Albergaria Borges) voll erwischt. Nicht einmal für Strom reicht es in der schönen Mittelklassewohnung. Die drei müssen ihr Leben ändern.

Teresa Villaverde erzählt in "Colo" von den Entbehrungen und den Schmerzen, die mit der Armut einhergehen. Nahe kommt sie ihren Figuren allerdings nicht. Vielleicht ist es die Totale als bevorzugte Kameraeinstellung, die dazu führt, dass ihr Film so überhaupt nicht verfängt. Vielleicht ist es auch seine minimalistische Geschichte, die doch sehr langweilt. "Wirklichkeit ist die größte Scheiße ever", stellt jedenfalls Martas Freundin Júlia schon am Anfang des Films fest. Wenn das stimmt, dann ist "Colo" wirklich ein gutes Abbild dieser Wirklichkeit.

Heute, 12 und 21.30 Uhr, Friedrichstadt-Palast; Sonnabend, 18 Uhr, Haus der Berliner Festspiele; Sonntag, 15.30 Uhr, Friedrichstadt-Palast

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