Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Projekt stellt Geld für Sportvereine mit Flüchtlingen bereit

Integration wird unkompliziert gefördert

Austausch: Jens Dörschmann vom Frankfurter Cricket Club berichtet in der Volkshochschule von seinen Erfahrungen mit dem sozialen Projekt "Integration durch Sport".
Austausch: Jens Dörschmann vom Frankfurter Cricket Club berichtet in der Volkshochschule von seinen Erfahrungen mit dem sozialen Projekt "Integration durch Sport". © Foto: Robert Iwanetz
Robert Iwanetz / 16.02.2017, 06:06 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Am Dienstagabend stellte Jörg Schneider von der Brandenburgischen Sportjugend im Landessportbund das soziale Projekt "Integration durch Sport" in der Volkshochschule vor.  Mitglieder von mehreren Frankfurter Sportvereinen waren zu der Informationsveranstaltung gekommen.

Das bundesweite Programm "Integration durch Sport", das seit Anfang der Neunzigerjahre besteht, richtet sich an Sportvereine mit Migranten. Ziel des Projekts ist es, Zuwanderer durch den Sport in die Gesellschaft zu integrieren und Sprachbarrieren, kulturelle Vorbehalte und Berührungsängste zu verringern. Zugleich sollen die Vereine und ihre Mitglieder für die Integrationsarbeit sensibilisiert werden. "Wir wollen vor allem das soziale Miteinander im Vereinsleben fördern", erklärte Jörg Schneider, der stellvertretende Projektleiter. Aktuell werden über 100 Vereine in Brandenburg durch "Integration durch Sport" finanziell unterstützt.

So erhalten die Vereine beispielsweise Fördergelder für die Ausbildung von Übungsleitern, den Kauf von Sportgeräten, bei öffentlichkeitswirksamem Training sowie bei Integrationsfesten. "Das funktioniert alles sehr unbürokratisch", berichtete Jens Dörschmann vom Frankfurter Cricket Club, der im vergangenen Dezember mithilfe des Programms eine Vereinsreise organisieren konnte. Neben dem Cricket Club sind die Boxabteilung des Eisenbahnersportvereins, der PSV Judo und die Fußballpokalserie "Jugend gegen Gewalt" bereits Stützpunktvereine des Programms. Im vergangenen Jahr wurden die Frankfurter Vereine mit insgesamt rund 9000 Euro unterstützt. "Das kann aber gerne noch mehr werden", sagte Projekt-Koordinator Jörg Schneider.

Der Info-Abend wurde ebenfalls dazu genutzt, praktische Fragen aus dem Vereinsalltag mit Migranten zu beantworten: Dürfen Flüchtlinge zum Training über die Grenze nach Slubice reisen? Und wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus, wenn sie keine Vereinsmitglieder sind? "Es war gut, dass man sich mal austauschen konnte", sagte Uwe Schaffranke vom FC Lokomotive Frankfurt. Organisiert hatte die Veranstaltung der Frankfurter Stadtsportbund. "Wir hoffen, dass das Programm in Zukunft noch mehr dazu beitragen kann, dass unsere Vereine für ihre tolle Integrationsarbeit nicht draufzahlen müssen", erklärte Geschäftsstellenleiter Stefan Köber.

Wer mehr über das Programm "Integration durch Sport" erfahren möchte, kann sich unter 033205 209 73 oder joerg.schneider@sport-fuer-alle.net direkt an den stellvertretenden Projektleiter Jörg Schneider wenden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG