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Hippie-Musik in Woltersdorf reißt alle vom Hocker

Ausgelassene Stimmung: die Gäste tanzten zu den Klängen des Blackbird Café Orchestra
Ausgelassene Stimmung: die Gäste tanzten zu den Klängen des Blackbird Café Orchestra © Foto: Marion Thomas
Marion Thomas / 19.02.2017, 18:27 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Die ersten Töne schossen schon recht wild durch die rappelvolle "Alte Schule", schräg und laut ließen sie so manche Ohren verzweifeln. Doch dann: erste Rhythmen, eine Melodie vereint die bunt gemischten Instrumente - Streicher und Bläser, Gitarren und Akkordeon.

"So, wir machen dann mal ein bisschen Hausmusik", sagte Orchester-Chef Uwe Langer nach dem Auftakt: "Nehmt das hier nicht so ernst, wir spielen einfach, proben nichts. Steht nicht rum und guckt zu, sondern trinkt und esst, bewegt und unterhaltet euch." Dann ging's los mit beschwingten Melodien, Zehenspitzen begannen wie von selbst zu wippen. "Ich fühle mich wie in einem Pariser Kaffeehaus", bemerkte Elke Jänchen und prostete ihrer Freundin Bärbel Guth frohgelaunt zu. Diese hatte die Karten für den Abend durch einen Anruf bei der MOZ gewonnen. "Vom "Blackbird Café' und ihrer Musik der "17 Hippies' hatte ich schon gehört und dachte: Freitagabend, schöne Abwechslung zum Wochenende, Musik und Tanz - ruf an", erzählte sie.

Das "BBCO" begeisterte fast 100 Gäste mit der Musik der Berliner "17 Hippies". Uwe Langer ist einer davon und hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die Idee dieser Band, gute Hausmusik zu machen, in die Welt zu tragen. Wenn er nicht gerade auf Tournee ist, treffen sich seit 2012 immer dienstags und mittwochs Musikanten in seiner alten Garage. "Da stand immer nur altes Gerümpel", sagt der Hippie-Posaunist. Der Name Blackbird stamme von den Amseln, die in seinem Garten heimisch sind und ihre Art Hausmusik machten. Zum Orchester zählt er rund 50 Musiker, die immer wieder kommen. Er freut sich auch über neue Gesichter, sie müssten aber aus vorgegebenen Notenbüchern spielen - die Musik der 17 Hippies.

Nach Woltersdorf kamen 15 Musiker und rockten den Saal: Aus erstem Fußwippen und leichtem Schunkeln entwickelten sich Tanzbewegungen. Zum Walzer trauten sich die ersten Paare aufs Parkett. Musik vom irischen Gassenhauer bis zum Dorfwalzer, Töne aus allen Teilen der Welt rissen mit geballter Energie auch den letzten vom Hocker. "Schüttelt alles, was ihr habt!", rief Hippie Uwe in die Menge und setzte selbst zu einem Tänzchen mit seiner Gitarre an, und alle folgten ihm ausgelassen.

Am Ende hatten Publikum wie Musiker Riesenspaß. "Ein tolles Erlebnis", freute sich Marita Ringleb, die aus Berlin gekommen war, "Natürlich mit der Straßenbahn!" Und Thomas Leipzig ergänzte: "Einfach wunderbar, diese Stimmung. Ich freue mich, dass es auch in unserem kleinen Woltersdorf solch tolle kulturellen Angebote gibt."

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