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Konterläufer Weiß dreht auf

Wurf im Flug: Vor seinem Abschluss hatte sich Fehrbellins Kreisläufer Ronald Schubert geschickt um die Neuruppiner Bewacher Karsten Rienaß und Dandy Zolper (Nummer 24) gedreht.
Wurf im Flug: Vor seinem Abschluss hatte sich Fehrbellins Kreisläufer Ronald Schubert geschickt um die Neuruppiner Bewacher Karsten Rienaß und Dandy Zolper (Nummer 24) gedreht. © Foto: MZV
Gunnar Reblin / 20.02.2017, 19:56 Uhr
Neuruppin (RA) Mit einem 23:19 (12:9)-Derbysieg bleiben die Handballer der Verbandlsiga-Reserve des HCN auf Kurs Vizemeisterschaft in der Spielunion. Während die Neuruppiner am Sonntag schadlos aus dem körperbetonten Duell mit den Flying Foxes Fehrbellin gingen, beklagten die Gäste drei schwere Verletzungen.

"Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben jedoch nicht", fasste Kevin Bottke vom Neuruppiner Trainerteam zusammen. Und Michael Plöse ergänzte: "Gegen Fehrbellin ist es immer so, dass du körperlich dagegenhalten musst. Das haben wir getan. Aber uns haben oftmals die Ideen auf der Mitte gefehlt."

Den besseren Start hatten die Gastgeber vor knapp 100 Zuschauern im Sportcenter erwischt. Bis zur 13. Minute waren sie auf 7:3 enteilt. Doch eine einsetzende Schwächephase brachte die Fehrbelliner zurück ins Match. Ausgerechnet in dieser Phase mussten die Gäste zwei schwere Rückschläge hinnehmen. Zum einen verletzte sich Kreisläufer Ronald Schubert, der jedoch nach längerer Behandlungsphase weiterspielen konnte. Mitspieler Andreas Paul konnte dies aufgrund einer Oberarmblessur nicht mehr. Er machte sich, wie zuvor auch schon Foxes-Keeper David Born, der sich beim Warmmachen den Finger ausgekugelt hatte, noch während die Partie lief auf zur näheren Untersuchung in die Ruppiner Kliniken.

Bis zur Pause hielten die Neuruppiner einen Drei-Tore-Vorsprung. Vor allem, weil der schnelle Felix Weiß einen Konter nach dem anderen lief - und größtenteils erfolgreich abschloss. Fehrbellins Aushilfstorwart Nico Rohrlack gab sein Bestes, war aber meist machtlos.

Im zweiten Durchgang bekam die HCN-Reserve die starke rechte Seite der Fehrbelliner mit Volker Krause und Stev Lewinski besser in den Griff. Von der 35. bis zur 46. Minute zogen die Hausherren von 13:10 auf 18:13 davon. Die Vorentscheidung schien gefallen.

Doch nach einem weiteren Rückschlag rauften sich die Foxes noch einmal zusammen. Uwe Ullerich war mit Nasenbeinbruch ausgeschieden (RA berichtete). Zehn Minuten waren noch zu spielen.

Kurze Zeit später, die Neuruppiner schluderten im sicheren Gefühl des Sieges, hatten die Rhinstädter auf 16:20 verkürzt (52.). Fünf Minuten vor dem Ende führten die Hausherren gar nur noch mit zwei Toren (20:18). Es ging ein kurzer Ruck durchs HCN-Team und mit zwei Toren war beim 22:18 (58.) die endgültige Entscheidung gefallen.

Die Neuruppiner wünschen den verletzten Fehrbellinern gute Besserung.

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