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Gebäude im Ludmilla-Hypius-Weg hat neuen Eigentümer / Zuletzt hatte dort Medent Büroräume

Gagarin-Schule wird zum Seniorenheim

Neue Nutzung: In der ehemaligen Schule soll ein Seniorenwohnheim entstehen.
Neue Nutzung: In der ehemaligen Schule soll ein Seniorenwohnheim entstehen. © Foto: MOZ/Stefan Lötsch
Stefan Lötsch / 08.03.2017, 19:04 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Aus der ehemaligen Schule 5 im Ludmilla-Hypuis-Weg soll ein "Seniorenwohnzentrum" werden. Ein entsprechendes Projekt wird auf einer Internetseite angekündigt. In dem Gebäude, das inzwischen verkauft ist, hatte zuletzt der Krankenkassendienstleister Medent Büros.

Am Dienstag war die Immobilie noch auf den einschlägigen Immobilienportalen im Internet zu finden. Unter der eindringlichen Überschrift "Objekt mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten!!" wurde dort die ehemalige Schule 5 "Juri-Gagarin" im heutige Ludmilla-Hypius-Weg angeboten. Für die knapp 2500 Quadratmeter Fläche lautete die Preisvorstellung 250 000 Euro.

Inzwischen ist das Angebot nicht mehr zu finden. Die Immobilien-Gesellschaft, die den Verkauf abwickelt und nach eigenen Angaben auf den Verkauf von Insolvenz- und Bankimmobilien spezialisiert ist, bestätigte, dass die ehemalige Schule nicht mehr zu haben ist, ein neuer Eigentümer gefunden sei.

Derweil gibt es im Internet seit einigen Tagen eine Homepage, auf der vorgestellt wird, wie das Gebäude künftig genutzt werden soll. "Die ehemalige Schule im Ludmilla-Hypius-Weg 4, die nahe des Oder Spree Kanals steht, wird zu einem Seniorenzentrum um- und ausgebaut werden", heißt es dort. "Betreutes Wohnen und auch Wohn-Service werden hier für die Seniorinnen und Senioren angeboten, die mit wenig Unterstützung ihren Alltag selbst gestalten können."

Laut Angaben auf der Homepage sollen mehrere Wohneinheiten für ältere Menschen angeboten werden, die nicht alleine leben möchten. "Es werden helle und großzügige Einzelzimmer, wie auch Wohnungen für Wohngruppen mit sechs bis acht Personen entstehen, die alle sehr gut ausgestattet sein werden, bis hin zu bezahlbaren Einzelwohnraum", wird das Projekt beworben

Damit erhält das markante Gebäude eine weitere Nutzung. 1964 wurde es als Schule gebaut. Nach der Wende war damit Schluss. 2009 kaufte der Krankenkassendienstleister Medent die Immobilie von der Stadt für einen symbolischen Preis von einem Euro. Mehrere hundert Arbeitsplätze sollten dort entstehen. Nach eigenen Angaben hat Medent in die Sanierung des Gebäudes 1,7 Millionen Euro gesteckt.

Allerdings geriet die Muttergesellschaft, die Medent-Group, 2014 in Schieflage, musste Insolvenz anmelden. Von den damals 200 vorwiegend weiblichen Mitarbeitern wurde der Großteil entlassen, nur ein kleiner Geschäfts-Bereich konnte verkauft werden. Inzwischen ist das Gebäude aber komplett leer. Immerhin bleibt der Immobilie das Schicksal erspart, wie der gegenüberliegenden Kaufhalle, sie verfällt immer weiter.

Bürgermeisterin Dagmar Püschel (Die Linke) bestätigte, dass es zwischen der Stadt und den Investoren schon Kontakt gegeben habe. Der Zeitplan der neuen Eigentümer ist ehrgeizig. Auf der Homepage steht, dass eine Eröffnung zum 4. Quartal dieses Jahres geplant ist. Die Investoren hatten gegenüber der MOZ versprochen, sich zu melden, um weitere Details ihres Vorhabens zu erläutern.

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