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Bilder regen Begegnungen an

Matthias Wagner / 13.03.2017, 22:05 Uhr
Eberswalde (MOZ) Unter dem Titel "Bunte Vielfalt - Bilder einer Malschule" hat Britt Lembcke in ihrem Ladenatelier "Schuh und Kunst" im Altstadtcarrée die Ausstellungssaison 2017 eröffnet und damit gleichsam das zehnjährige Bestehen ihres Geschäftes begangen.

Fünf Künstlerinnen der Malschule von Catrin Sternberg haben sich für die Gemeinschaftsschau zusammengetan und ein aussagefähiges Potpourri ihres Schaffens zusammengestellt. Die umfangreiche Ausstellung, die seit dem Wochenende zu sehen ist, legt Zeugnis einer kreativen und ausdrucksstarken Phase der Frauen ab. Mit dabei sind Werke von Antje Westerkamp, Maria Steffen, Susanne Siebert, Jana Knauf und Christiane Große.

Der künstlerische Werdegang der Malerinnen aus Leidenschaft ist ganz unterschiedlich. Am längsten ist Christiane Große in der Sternberg-Malschule anzutreffen. Seit 2008 erweitert sie ihre künstlerischen Fähigkeiten unter fachkundiger Anleitung. Von ihr sind bei Britt Lembcke insgesamt acht Werke zu finden. Darunter Kaltnadelarbeiten, Aquarelle und Ölbilder. Große hat auch die gemeinsame Ausstellung angeregt.

Antje Westerkamp hat nach eigenen Angaben schon immer gern "im stillen Kämmerlein" gemalt. "Mein Mann hat mit vor einigen Jahren einen Malkoffer geschenkt", erinnert sie sich. Als bevorzugte Technik nennt sie Aquarellmalerei. Die Motivwahl ist, wie bei allen, breit gefächert. Ihr Mann möge alles, was mit dem Meer zu tun habe, bemerkt sie schmunzelnd. Zwei ihrer ausgestellten Bilder zeigen Mohnblumen. Die seien so leicht und zugleich vergänglich, beschreibt sie.

Maria Steffen hingegen hat ihr Herz an die Öltechnik verloren. Genau wie Susanne Siebert, die ebenfalls Mohnmotive mag.

Steffen gibt sich vor allem von den traditionellen Öltechniken begeistert. Das Anmischen der Farben bis zur Entstehung des gewünschten Tones sei eine Herausforderung, so Steffen. Außerdem biete die Ölmalerei, wie kaum eine andere Technik, vielseitige Möglichkeiten, die eigenen Ideen umzusetzen, schwärmt sie fasziniert.

Jana Knauf malt gern in Pastell, hat allerdings auch zwei Aquarelle in die aktuelle Exposition eingebracht. Schon als Kind habe sie gern gemalt, erinnert sich die Erzieherin. Zurzeit sehe sie im Aquarell eine Herausforderung, erklärt die Hobbymalerin. Das sei nicht ganz einfach, aber schön.

Beinahe alle Bilder sind in den vergangenen Monaten entstanden. Einige sogar erst in diesem Jahr.

"Wir können nur überleben, wenn wir Begegnungen anregen und schaffen", sagt Einzelhändlerin Britt Lembcke, im Hinblick auf den Erfolg ihres Ladengeschäftes. Das Internet sei im Gegensatz dazu unpersönlich und trage oftmals zur Vereinsamung der Menschen bei, ist die Händlerin überzeugt. Sie ist selbst ambitionierte Malerin und hat seit dem Bestehen ihres Geschäftes bereits zahlreiche Ausstellungen organisiert.

Am Sonnabend konnte sie sich über einen bis fast auf den letzten Platz gefüllten Laden freuen. Die angeregten Gespräche wurden von entspannten Gitarrenklängen untermalt, die ein Gast spontan beisteuerte. "Ich wollte immer Freizeitkünstlern die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren", erklärt Lembcke. Die aktuelle Ausstellung ist voraussichtlich bis zum 11. Juni 2017 zu betrachten.

Catrin Sternberg ist mit "GutenMorgenKunst" ab Sonntag mit einer gemeinsamen Ausstellung mit Andreas Bogdain im Haus Chorin zu erleben. Die Vernissage in Chorin, Neue Klosterallee 10, beginnt um 11 Uhr.

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