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Klaus Wowereit: "Positive Welle" macht Fans mobil

Berlins Regierender B³rgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit einem Spezial-Diskus. Foto: dpa
Berlins Regierender B³rgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit einem Spezial-Diskus. Foto: dpa © Foto:
13.08.2009, 16:13 Uhr
Berlin Ein Selbstläufer sind die Leichtathletik- Weltmeisterschaften in Berlin nicht, nach Überzeugung von Klaus Wowereit könnte das größte Sportereignis im nacholympischen Jahr aber ein absoluter Renner werden. "Das hängt selbstverständlich auch vom Erfolg der deutschen Athleten ab. Wenn eine positive Welle da ist, wenn Gesichter gezeigt werden und Geschichten geschrieben werden, Erfolgsgeschichten, dann hat das natürlich emotional eine ganz andere Wirkung als vor einem Jahr in Peking, als das deutsche Team bei Olympia am Ende relativ medaillenarm dastand", sagte der Regierende Bürgermeister in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Die Bilder aus Berlin werden um die Welt gehen, und ich glaube schon, dass es da eine Eigendynamik gibt."    Neun Tage lang ist Berlin der Nabel der Leichtathletik-Welt, wenn am Samstag im Olympiastadion der Startschuss fällt. "Es ist eine Riesenarbeit geleistet worden, und das sehr professionell. Wir sind gut vorbereitet. Alle werden sich wohlfühlen, die Sportler haben gute Wettkampfbedingungen", sagte Wowereit. Der 55 Jahre alte SPD- Politiker ist seit 2001 Regierender Bürgermeister der 3,4-Millionen Metropole. Auch seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass Berlin Ende 2004 in Helsinki den Zuschlag bekam. Im Bundestagswahlkampf muss der Hobby-Sportler Wowereit nun bis zum 23. August eine kurze Pause einlegen: "Wenn es richtig losgeht, dann ist jeden Tag Leichtathletik angesagt. Ich bin jeden Tag im Stadion."    Die Dauerkritik am schleppenden Kartenverkauf regt Wowereit richtig auf. "Mich wundert immer wieder, wie wenig Fachverstand da ist. Man kann doch nicht kritisieren, dass wir schon jetzt mehr Karten verkauft haben, als am Ende der letzten beiden Weltmeisterschaften überhaupt verkauft worden sind", erklärt er. "Mit den gut 321 000 Karten, die bis heute verkauft worden sind, haben wir jetzt schon mehr Tickets abgesetzt als bei der WM 2005 in Helsinki oder 2007 in Osaka am Ende insgesamt."    Wowereit setzt auf die Begeisterung der Fans aus aller Welt, und er rechnet mit einem Ansturm auf die Tageskassen: "Es ist gerade bei der Leichtathletik so, dass viele sich spontan entscheiden hinzugehen. Eine Weltmeisterschaft live zu erleben und dann auch noch das historische Olympiastadion zu sehen - diese Kombination macht eine besondere Attraktivität aus."    Nahverkehr, Hitzewelle, Schweinegrippe, Sicherheit - laut Wowereit sind die Organisatoren auf Eventualitäten und mögliche Störfälle bestens vorbereitet. "Berlin hat gute Erfahrungen mit internationalen Großveranstaltungen. Das haben wir nicht zuletzt mit der Organisation der Fußball-WM 2006 bewiesen. Die Sicherheitsbehörden haben schon vor Monaten ein Konzept mit allen Verantwortlichen abgesprochen und abgestimmt", sagte das Stadtoberhaupt. Inzwischen rollt auch die S- Bahn wieder im "WM-Takt" Richtung Olympiastadion.    Mit 20 Millionen bürgt Berlin für die WM - fast die Hälfte des Etats von 44 Millionen Euro. Ob neben den Sportfans auch die "Macher" auf ihre Kosten kommen, ist derzeit ungewiss. "Ich hoffe, dass wir im Budget bleiben. Wenn etwas übrig bleibt - umso besser", erklärte Wowereit. "Wir können da jetzt schon mit den Sponsoren und mit dem Kartenverkauf rechnen. Das Restrisiko ist also relativ gering. Aber abgerechnet wird zum Schluss."

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