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Füchse-Star trainiert HCN-Talente

Gunnar Reblin / 16.03.2017, 07:22 Uhr
Neuruppin (MZV) Dieses Training werden die D-Junioren des Handballclubs Neuruppin (HCN) so schnell nicht vergessen. Mit Jungstar Christoph Reißky von den Füchsen Berlin übte ein Bundesliga-Sternchen eifrig mit und gab wertvolle Tipps. Zum Abschluss der Einheit fragten die Neuruppiner Talente dem prominenten Gast Löcher in den Bauch - Lacher inklusive.

"Gut erzogen die Jungs", freute sich Füchse-Jungstar Christoph Reißky über das herzliche Händeschütteln der Neuruppiner Talente, die am Dienstag nach und nach die Halle der Karl-Liebknecht-Schule betraten und den prominenten Gast begrüßten. Von Aufregung keine Spur. Eher herrschte große Vorfreude auf die Trainingseinheit der besonderen Art. Der Berliner Bundesligist hatte neben Reißky auch Lukas Altmann in die Fontanestadt entsandt. Noch ein Fachmann. Altmann ist derzeit in der Geschäftsstelle der Füchse angestellt, war aber jahrelang Nachwuchscoach und Ausbilder am Stützpunkt vor Ort.

Dass die beiden "Füchse" nun in Neuruppin Tipps und Tricks vermittelten, hat sich der HCN mit seinem Weihnachtsausflug Ende vergangenen Jahres zum Füchse-Heimspiel gegen Coburg (Endstand: 29:23) "quasi erarbeitet",verriet Präsident Olaf Dau mit einem Augenzwinkern. Über einhundert HCNler feuerten die Berliner im Dezember an. Im Gegenzug übernahm der Bundesligist nun die Leitung einer Trainingseinheit und brachte neben Spielmaterialien gleich noch einen Star mit: Christoph Reißky.

Die Füchse-Trainer ließen die Neuruppiner Junioren gehörig schwitzen. Ihre eigentlichen Coaches, Valter Vuleta und Torben Leue, schauten derweil interessiert zu und freuten sich über das Engagement ihrer Schützlinge. Am Dienstag waren es 17. Im Kader stehen 22 Kinder. Nach einigen Erwärmungspielchen folgten Koordinations- und Technikübungen. Dass Lukas Altmann über viel Erfahrung als Jugendtrainer verfügt, wurde schnell ersichtlich. Klare Anweisungen mit ruhiger Stimme. Viel Lob. Und mit Reißky einen Star als Assistenten, der viele Übungen vormachte, reichlich Tipps gab und auf die Neuruppiner zuging. Und mit einem Lächeln nahm er es hin, dass die Youngster ihn beim Eins-gegen-eins oder bei einem 2:1-Überzahlspiel geradezu alt aussehen ließen. So wie Talent Shawn Horsford, den es im kommenden Sommer zur Sportschule nach Cottbus wechselt, wie zuvor bereits Bruder Ryan. Doch Reißky mimte nicht nur den passiven Abwehrspieler, er erklärte auch, wie es richtig gemacht wird: "Ihr müsst immer zuerst den Blick Richtung Tor haben und schauen, wo der Abwehrspieler steht. Entscheidend ist, zuerst selbst das Tor machen zu können und zu wollen, ehe man zum Mitspieler abgibt."

Nach mehr als einer Stunde intensiver Trainingsformen waren die Nachwuchs-Handballer keineswegs so außer Atem, dass sie bei der anschließenden Fragerunde keinen Ton mehr rausbrachten. Im Gegenteil, nach zwei, drei zögerlichen Fragen war das Eis gebrochen. Christoph Reißky gab stets ausführlich Antwort. Zu Verletzungen: "Ich hatte schon mehrere Bänderrisse. Man darf sich nie von Verletzungen entmutigen lassen." Seinen Meistertipp: "Flensburg-Handewitt". Und ob er Fastfood mag. Lautes Kichern in der Runde. Seine Antwort: "Ab und zu geht das mal. Aber es sollte die Ausnahme bleiben. Gesunde Ernährung ist sehr wichtig." Lacher gab es auch nach der Frage, ob er zu einem anderen Verein wechseln würde. Antwort: "Ja, das kann ich mir vorstellen. Irgendwann vielleicht. Im Moment bin glücklich, bei den Füchsen zu spielen."

Im Mai fahren die D-Junioren des HCN, die die Meisterschaft in der Spielunion bereits perfekt gemacht haben, zur Landesmeisterschaft. Vielleicht haben sie ja bis dahin den einen oder anderen Tipp der Füchse-Trainer verinnerlicht und lassen somit ihre Coaches erfreut staunen.

Christoph Reißky


■ Zur Person: Verein: Füchse Berlin Alter: 21 (geboren in Freiberg) Größe: 1,88 Meter Gewicht: 90 Kilogramm Position: Rechtsaußen/Rückraum rechts Rückennummer: 43 - Warum? "Ich bin Fußball-Fan und wollte in Anspielung auf Cristiano Ronaldo und dessen Kürzel CR7 eigentlich mit der Nummer 7 spielen. Doch die war nicht frei. Also habe ich die 43 genommen, die beiden Zahlen addiert ergeben auch eine 7." Im Füchse-Team wird Reißky von seinen Kollegen deshalb nur CR43 genannt. Werdegang: Der Linkshänder kommt aus der eigenen Nachwuchsschmiede. Seit Anfang der Saison 2016/2017 gehört er zum Bundesliga-Kader der Füchse. Nebenbei studiert Reißky an der an der Berliner FU Publizistik.

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