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Beitrag der Begegnungsstätte Schloss Trebnitz zur europäischen Integration zum 25. Vereinsjubiläum gewürdigt

Dank an die "guten Schlossgeister"

Ulf Grieger / 20.03.2017, 19:29 Uhr
Trebnitz (MOZ) Der Verein "Schloss Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum" hat am Montag sein 25. Gründungsjubiläum ganz groß gefeiert. Politiker aus Deutschland und Polen würdigten die Leistungen des Verein für die Förderung des deutsch-polnische Verständnisses insbesondere der jungen Generation.

Der "Lange Saal" von Schloss Trebnitz ist zu klein für solche Treffen geworden: Christoph Berendt, Vorsitzender des Vereins, konnte das Bundestagsmitglied Hans-Georg von der Marwitz (CDU) sowie die Landtagsabgeordneten Marco Büchel und Bettina Fortunato (Linke), Kristy Augustin (CDU) und Simona Koß (SPD) begrüßen. Gekommen waren die Initiatoren der ersten Stunde wie Albert Lipfert und Gernot Schmidt und Wegbegleiter wie Stephan Erb vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk, die Bürgermeister von Seelow und Müncheberg sowie Schulleiter. Mit einer Festbroschüre haben die Vereinsmitglieder den Gästen noch einmal die Meilensteine der 25 Jahre vor Augen geführt. Darunter die Auszeichnung mit dem Deutsch-Polnischen Preis im Jahre 2014.

Bildungs-Staatssekretär Martin Gorholt überbrachte das Grußwort von Ministerpräsident Dietmar Woidke: Das Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz habe sich große Verdienste um die deutsch-polnischen Beziehungen erworben. "Wie kaum eine andere Einrichtung für interkulturelle Begegnungen bereichert das Zentrum Kennenlernen und Miteinander von jungen Menschen aus Polen und Deutschland. Ob in Theaterprojekten, Geschichtswerkstätten, bei Bauprojekten oder Seminaren über die wichtigen Zukunftsfragen: Das Zentrum erfüllt seinen Bildungs- und Begegnungs-Auftrag mit Leben", sagte der Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund und Beauftragte für Internationale Beziehungen. Der Staatssekretär weiter wörtlich: "Im Schloss Trebnitz wächst zusammen, was auf großer politischer Ebene gerade allzu oft auseinanderzudriften droht." Dass polnische und deutsche Jugendliche auf diesem Weg mit gutem Beispiel vorangingen, sei der wohl größte und schönste Verdienst, den sich die "guten Schlossgeister von Trebnitz" im zurückliegenden Vierteljahrhundert erarbeitet hätten, betonte Gorholt. Freundschaft, Respekt und gegenseitiges Vertrauen erwachten zum Leben, wo Menschen zueinander fänden.

"Es ist großartig, was Sie in den 25 Jahren hier geleistet haben", erklärte Janusz Styczek, Gesandter der polnischen Botschaft. "Trebnitz steht dafür, dass die integrative Einigung Europas bei den Menschen ankommt." Ähnlich äußerte sich Krzystof Grabowski, Vizemarschall der Wojewodschaft Großpolen. Der aktive Austausch gerade zwischen den Jugendlichen erziehe zu Toleranz und Verständnis. Er würdigte den Umstand, dass der Verein Partnerschaftsbeauftragter zwischen der Wojewodschaft und Brandenburg geworden ist.

"Die Begegnungsstätte ist sehr wichtig geworden für die Einwohner des Kreises Gorzow", betonte Landrätin Malgorzata Domagala in ihrer Begrüßungsansprache. Das Bildungskonzept des Vereins ermögliche es den Kindern und Jugendlichen, Stereotype zu überwinden. Als Geschenk des Nachbarkreises überbrachte sie einen großen, zum Schloss passenden Spiegel. Für das nächste Herbstfest kündigte sie an, mit zwei Bussen voller Dorfvorsteher nach Trebnitz zu kommen. Märkisch-Oderlands Landrat Gernot Schmidt erinnerte an die Anfangszeit. Daran, dass dem Verein vor 25 Jahren bereits bewusst war, dass das Herrenhaus Dorfzentrum blieben müsse, offen für die Trebnitzer. Und dass es zugleich Begegnungsstätte der Jugend der Welt werde sollte. "Trebnitz ist ein Beweis dafür, welche Potenziale die Provinz hat", so Schmidt.

Zur Feier des Tages wurde in der Schmiede ein Kurzfilm von Tobias Lenel zur Schlossvereinsgeschichte uraufgeführt, in dem zahlreiche Protagonisten zu Wort kommen. Michael Kowalonek, in Polen ein gefeierter Star, musizierte für die Gäste.

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