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TSC-Rhönradturner wollen zu den Weltmeisterschaften 2013 nach Chicago / Bundestrainerin leitet Lehrgang

TSC-Rhönradturner wollen zu den Weltmeisterschaften

Elegant: Lilly Jüdes vom TSC Strausberg
Elegant: Lilly Jüdes vom TSC Strausberg © Foto: Eva Neumann
Eva Neumann / 01.03.2012, 19:58 Uhr
Strausberg (MOZ) Die 14 Jahre alt gewordene Lilly Jüdes vom TSC Strausberg weiß, nur mit intensivem Training kann sie sich Ihren größten Wunsch erfüllen: Sie möchte an den Rhönradweltmeisterschaften im nächsten Jahr in Chicago teilnehmen.

"Ich fände es total toll, bei den ersten Weltmeisterschaften außerhalb Europas im Deutschen Juniorenteam mitzuturnen und die besondere Atmosphäre erleben zu können", schwärmt sie. Deshalb absolvierte sie, statt ihren Geburtstag mit Familie und Freunden zu feiern, zusammen mit sieben Vereinskameraden ein hartes Trainingswochenende.

Die Strausberger Turner nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit der eigens aus Leverkusen angereisten Bundestrainerin Astrid Stolle zu trainieren, um von den Erfahrungen der Rhönradexpertin und der Herangehensweise eines anderen Trainers zu profitieren. "Wir wollen uns optimal auf die neue Wettkampfsaison vorbereiten. Es ist sehr motivierend für unsere jungen Bundesklasseturner, vor den kommenden Meisterschaften gemeinsam mit einer so versierten Trainerin noch einmal an den Übungen feilen zu können", bewertet die Nachwuchstrainerin Grit Paulat das spezielle Trainingsangebot. Dabei richtet sich ihr Blick besonders auf die Deutschen Jugendmeisterschaften in Leverkusen. Hier werden die Weichen gestellt, wer an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2013 teilnehmen wird.

Aus der Strausberger Rhönradequipe wollen gleich drei junge Turner in die Fußstapfen der mehrfachen Weltmeister ihres Vereins Jenny Hoffmann und Robert Maaser treten und um einen Platz in der Jugendnationalmannschaft kämpfen.

Genau wie Lilly Jüdes möchten auch ihre dreizehnjährigen Vereinskameraden Jean Emmerich und Nico Weiß an der Weltmeisterschaft teilnehmen. "Chicago ist unser Traum. Da wollen wir hin und das heißt für uns in den nächsten Wochen: trainieren, trainieren, trainieren", betont Nico Weiß und erklärt, wie schwierig es ist, den Sprung ins Nationalteam zu schaffen. Um an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, müssen sie sich bei der Deutschen Meisterschaft in der Schülerklasse unter den ersten Drei oder aber in der älteren Jugendklasse, bei der höhere Schwierigkeitsgrade gefordert sind, unter den ersten zehn platzieren. "Wenn sich die beiden Jungen ein bisschen pushen, sehe ich für sie eine Chance", macht ihnen Astrid Stolle nach dem ersten gemeinsamen Training Mut, zumal die Konkurrenz im männlichen Rhönradturnen nicht so groß wie bei den jungen Damen ist. Trotz der großen Leistungsdichte bei den Rhönradturnerinnen hofft die Bundestrainerin, dass Lilly es schafft, sich bei der Qualifikation durchzusetzen. "In ihr steckt ein großes Potenzial, sie ist sehr ehrgeizig und hat einen großen Willen. Sie muss vor allem noch an der Spirale arbeiten, damit das richtige Radgefühl kommt", sagt die aus Leverkusen angereiste Trainerin. So wusste das Geburtstagskind, deren Lieblingsdisziplin die Kür-Gerade ist, auch die Tipps der Nationaltrainerin für ihre Spiralübung besonders zu schätzen: "Sie gab mir wichtige Hinweise zum Armzug und zur Körperhaltung. Außerdem zeigte sie, welche Übungen geeignet sind, spezielle Elemente am Rhönrad besser umzusetzen." Lilly möchte sich bei den Qualifikationswettkämpfen lieber den größeren Herausforderungen in der Jugendklasse stellen. "Wenn sich Lilly mit ihren 14 Jahren gegenüber den 15 bis 18-jährigen Turnerinnen behaupten könnte, wäre das eine kleine Sensation", sagt ihre langjährige Trainerin Grit Paulat, die berechtigte Chancen für ihren Schützling auf einen Platz im Nationalteam sieht.

Für die Trainer und Übungsleiter der Strausberger Talentschmiede waren die zusätzlichen Übungsstunden ebenfalls eine gute Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen und sich einige Tricks von der Expertin abzugucken.

Bereits bei den nächsten Wettkämpfen, den Berlin-Brandenburger Meisterschaften in drei Wochen und den Norddeutschen Jugendmeisterschaften im Mai, können die "rollenden TSC-Turner" zeigen, ob die professionelle Unterstützung Früchte getragen hat.

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