Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Auch Goethe kann richtig lustig sein

Klassiker mal anders: „Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los!“ Schüler aus dem Kurs Darstellendes Spiel setzten Goethes „Zauberlehrling“ szenisch um.
Klassiker mal anders: „Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los!“ Schüler aus dem Kurs Darstellendes Spiel setzten Goethes „Zauberlehrling“ szenisch um. © Foto: MOZ/Gerrit Freitag
Janet Neiser / 28.01.2011, 07:48 Uhr
Eisenhüttenstadt (In House) Ein bisschen Goethe, ein bisschen Dschungelcamp, mal Tanz, mal Musik, mal Kabarett – das Schulfest der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe in Eisenhüttenstadt war wieder mal ein bunter Strauß voll Unterhaltung. Insgesamt 125 Schüler der 7. bis 13. Klassen und auch Lehrer standen am Donnerstag auf der Bühne der Inselhalle und erfreuten am Vormittag Mitschüler und am Abend dann auch Eltern und Freunde.

Musiklehrerin Sabine Braun, die bei der Organisation des traditionellen Festes den Hut auf hatte, erzählt, dass die ersten Vorbereitungen bereits vor Wochen begonnen haben – mit echten Castings. Schließlich geht es darum, Talente aus vielen künstlerischen Bereichen zu finden und auch denen einen Chance zu geben, die vorher noch nie im Scheinwerferlicht gestanden haben.

Besonders unterhaltsam war die Show da, wo die Schüler eigener Kreativität Raum ließen – wie bei Goethes Klassiker „Zauberlehrling“. Da tanzte nicht nur ein Besen über die Bühne, sondern auch das Wasser bekam Beine. Als es hieß: „Immer neue Güsse bringt er schnell herein, ach, und hundert Flüsse stürzen auf mich ein“ – da wurden die in blaue Müllsäcke gehüllten Jugendlichen zum Wasserfall.

Auch die Mädels, die in den Tanzgruppen von Fire & Flame und KUZ aktiv sind, brachten Bewegung und Farbe auf die Bühne und erhielten unter anderem für einen Dschungeltanz und einen Rock ’n’ Roll viel Applaus. Die Einradgirls überzeugten „beinhart wie’n Rocker“.

Natürlich schnappten sich die Schüler auch das Mikrofon, um zu singen – Hits wie „Satellite“ und „Alles nur geklaut“ erklangen beispielsweise. Und schnell wurde klar, dass hinter dem, was im Radio und im Fernsehen oft so leicht erscheinen mag, doch viel Arbeit und Können steckt. Als Superstar wird eben keiner geboren.

Im Publikum dürften vor allem die Lehrer überrascht gewesen sein, welches Talent in dem ein oder anderen Schüler schlummert, den sie sonst nur aus dem Fachunterricht kennen. Und vor allem wurde ersichtlich, dass viele der Jugendlichen ihre Freizeit nicht nur für Partys, Fernsehen und Computerspiele nutzen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG