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In der Schlussphase zu unkonzentriert

So frei zum Wurf kamen die Wusterwitzer am Samstagabend häufiger, sehr zum Leidwesen des MBSV-Torhüter Michael Schröter, der hielt, was zu halten war
So frei zum Wurf kamen die Wusterwitzer am Samstagabend häufiger, sehr zum Leidwesen des MBSV-Torhüter Michael Schröter, der hielt, was zu halten war © Foto: MZV
Martin Terstegge / 21.03.2017, 12:50 Uhr
Wusterwitz (MOZ) Beim Tabellenzweiten der Handball-Verbandsliga Nord, dem SV Blau-Weiß Wusterwitz, gab es für die Handballer des MBSV Belzig am Samstagabend zwar nichts zu holen, unzufrieden war Trainer Denis Wandersee aber mit dem Auftritt seines Teams nicht. Die 23:27-Niederlage schien durchaus vermeidbar.

Schmerzhaft vermisst wurden Erik Merkel und Marc O'Neil, die mit Schulterbeschwerden nicht einsetzbar waren. Die beiden können aber den Unterschied ausmachen, wenn eine Partie auf der Kippe steht, denn mit ihrer Sprungkraft sind sie auch zu überraschenden Tore in der Lage. Um die Lücken zu füllen, wurde unter anderem Christopher Dümchen vom Kreis in den Rückraum geholt, wo der Zwei-Meter-Mann schon vor Jahren heimisch war. Um es vorwegzunehmen, er erledigte seine Aufgabe tadellos.

Im ersten Durchgang begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Zunächst agierten die Bad Belziger ein wenig effektiver, lagen meist mit einem Tor vorn. Erst in der 22. Minute gingen die Hausherren zum ersten Mal in Führung (9:8), die sie bis zur Halbzeit leicht auf 11:9 ausbauten.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Gastgeber, die sich rasch auf 15:11 absetzten. Aber genau so schnell gelang den MBSV-Akteuren die Gegenreaktion. Endlich nutzen sie konsequent ihre Möglichkeiten und glichen in der 42. Minute zum 16:16 aus.

Diese starke Phase hielt aber nicht an. Aus dem Rückraum gelang den Gästen zu wenig, zudem scheiterten sie immer am großgewachsen Schlussmann der Blau-Weißen. Die hatten mit Michael Habermann auch den besten Spieler des Abends in ihren Reihen. Er kam über die linke wie auch rechte Außenposition zum Abschluss, dank seinen guten 1:1-Verhaltens, und war auch beim schnellen Gegenangriff nur schwer zu stoppen.

Die Hausherren zogen auf 20:17 davon, doch die Bad Belziger bewiesen Moral, kamen auf 20:21 heran. Bis zum 22:23 in der 56. Minute hielten sie die Partie offen, dann waren die Gäste gezwungen schneller abzuschließen, da sich der Rückstand wieder vergrößerte. Es war ein "Teufels-Kreislauf". Die Wusterwitzer trafen, die Fläminger mussten den schnellen, dafür aber auch unsicheren Abschluss suchen. Das ging schief und den Konter versenkten die Blau-Weißen. Dadurch kam der am Ende deutliche 27:23-Erfolg zustande.

Kommenden Sonnabend (25. März) steht erneut eine unbequeme Aufgabe auf dem Programm. Der SV Blau-Weiß Perleberg ist zwar Schlusslicht, doch in eigener Halle schwer zu bespielen. Und beim Gang in die Prignitz werden neben Merkel und O'Neil auf jeden Fall auch Torhüter Holm Trittel sowie Maik Fricke fehlen, der für eine Woche in England weilt. Trotz der schwierigen Ausgangslage hofft Trainer Wandersee auf einen Sieg, um einen Abwärtsschwung zu vermeiden.

MBSV: Michael Schröter, Holm Trittel (beide Torwart), Matthias Paul (2 Tore), Maximilian Kernke (1 Tor), Andreas Korth, Maik Fricke (9 Tore), Max Dreer, Hannes Richter, Christopher Dümchen (3 Tore), Tommy Boskugel (2 Tore), Kevin Senst (6 Tore), Georg Wendland, Jannes Wernicke.

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