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Lühnsdorfer Kirchbau ist gerettet!

Hans-Jürgen Bergholz, Heidrun Tietz und Fritz Moritz (v.li.) vom Förderverein haben Großes geleistet.
Hans-Jürgen Bergholz, Heidrun Tietz und Fritz Moritz (v.li.) vom Förderverein haben Großes geleistet. © Foto: MZV
Bärbel Kraemer / 21.03.2017, 13:49 Uhr
Lühnsdorf (MZV) Als vor knapp 120 Jahren am 18. September 1898 in Lühnsdorf die neu erbaute Dorfkirche geweiht wurde, machten sich viele Menschen auch aus den umliegenden Orten auf den Weg dorthin.

Sicher wird es am kommenden Sonntag, 26. März, ähnlich sein, wenn mit einem Festgottesdienst der erfolgreiche Abschluss der Kirchensanierung gefeiert wird.

Neben Superintendent Siegfried-Thomas Wisch und Geistlichen aus der Umgebung werden aus Bad Belzig Kantor Winfried Kuntz und der Gemischte Chor der Stadt erwartet, die gemeinsam zum Gelingen des Festgottesdienstes beitragen wollen.

Für den Förderkreis "Sanierung der Kirche Lühnsdorf" und die kleine Kirchengemeinde des Ortes geht damit gleichzeitig die größte Aufgabe zu Ende, der sie sich bislang gemeinsam stellten und der sie sich - sollte das Gemäuer in der Dorfmitte für kommende Generationen erhalten bleiben - stellen mussten. Drohte doch der Kirchturm herabzustürzen und die durch das undicht gewordene Kirchendach eindringende Feuchtigkeit im Mauerwerk große Schäden anzurichten.

Nachdem im März des vergangenen Jahres die Finanzierung der auf 101.000 Euro veranschlagten Baumaßnahme über diverse Fördertöpfe, Spenden und Eigenmittel endlich gesichert war, konnte die Ausschreibung der Arbeiten beginnen.

"Am 15. August begannen die Gerüstbauer mit der Arbeit", so Fritz Moritz vom Förderkreis rückblickend. Weiter sagt er: "Sie mussten wegen zwei Hornissennestern an unzugänglichen Stellen im Turm ihre Arbeit aber bald wieder unterbrechen." Als die Nester umgesetzt waren, ging es zügig weiter.

Schon kurze Zeit nach dem Baustart konnten sich die Lühnsdorfer an der ersten erfolgreich beendeten Teilaufgabe erfreuen: der restaurierten Wetterfahne! Es folgten Dachdeckerarbeiten am Kirchenschiff, am Turm und diverse Zimmererarbeiten, die letzteren retteten. Zwischendurch wurde auf der Großbaustelle Kirche auch noch ein Geburtstag gefeiert. Die Lühnsdorfer Kirchenglocke wurde im bedeutenden Jahr der Kirchenrettung 400 Jahre alt.

Im Dezember konnten die umfangreichen Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden, sodass es jetzt an der Zeit ist, das Erreichte zu feiern. Dennoch ist das "neue Kleid" des denkmalgeschützten Gemäuers noch nicht perfekt. "Um die Vorstellungen des Förderkreises vollends zum Abschluss zu bringen, sind noch restauratorische Arbeiten im Kirchenschiff notwendig, die wir für das Jahr 2018 anvisieren", ergänzt Fritz Moritz.

Damit werden die kommenden Monate für die Mitglieder des Gemeindekirchenrates und des Förderkreises den vergangenen ähneln. Die Kirchenretter von Lühnsdorf werden weiter nach Fördermitteltöpfen Ausschau halten, um auch diese Aufgabe zu lösen - sodass das schmucke neue Überkleid ein passendes Unterkleid erhält.

Nachfolgenden Generationen kündet bereits eine "Zeitkapsel", die im Spätsommer des vergangenen Jahres an einem geheimen Ort in der Kirche deponiert wurde, von den Anstrengungen der Lühnsdorfer um den Erhalt ihrer Dorfkirche. Enthaltend einen Kurzbericht über die Aktivitäten des zur Kirchenrettung gegründeten Förderkreises, eine Dorfchronik, Bilder der Dorfgemeinschaft, Postkarten von Lühnsdorf, eine aktuelle Einwohnerliste und einige Münzen.

Der Festgottesdienst mit Superintendent Siegfried-Thomas Wisch beginnt am kommenden Sonntag, 26. März, um 14.00 Uhr in der Dorfkirche Lühnsdorf.

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