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360 Meter hoher Funkmast gesprengt

Viele Schaulustige, Anwohner und ehemalige Mitarbeiter des Funkamts wollten sich die Sprengung des Zehlendorfer Wahrzeichens nicht entgehen lassen.
Viele Schaulustige, Anwohner und ehemalige Mitarbeiter des Funkamts wollten sich die Sprengung des Zehlendorfer Wahrzeichens nicht entgehen lassen. © Foto: Aileen Hohnstein
Aileen Hohnstein / 25.03.2017, 17:20 Uhr - Aktualisiert 25.03.2017, 22:43
Zehlendorf (OGA) 81 Jahre Rundfunkgeschichte endeten am Sonnabend krachend. Der Sendemast des Langwellensenders Zehlendorf wurde kontrolliert gesprengt, Tausende Schaulustige kamen. Ein kleiner Brand im Anschluss erforderte den Einsatz der anwesenden Freiwilligen Feuerwehr. Mehrere Explosionen knallten am Sonnabend Punkt 14 Uhr in Zehlendorf.

Sendemast des Langwellensenders Zehlendorf wurde kontrolliert gesprengt
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Sendemast in Zehlendorf gesprengt

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Insgesamt fünf Sprengladungen waren nötig, um den rund 400 Tonnen schweren und gut 360 Meter hohen Funkmast zu Fall zu bringen. Viele Schaulustige, Anwohner und ehemalige Mitarbeiter des Funkamts wollten sich die Sprengung des Zehlendorfer Wahrzeichens nicht entgehen lassen.

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Funkmastsprengung in Zehlendorf

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Nach Einschätzung der Polizei, die mit elf Einsatzkräften vor Ort waren und die Landstraße in Richtung Liebenwalde  freihielten, kamen zwischen zwei- und dreitausend Menschen.Seit etwa einem halben Jahr stand fest, dass der Mast aus Kostengründen abgebaut werden sollte, da dieser technisch nicht mehr genutzt wird. Die Vorbereitungen für die Sprengung begannen am Freitag und liefen zum Teil noch am Sonnabend bis kurz davor.

Die eigentliche Aktion – die Zündung der fünf Sprengladungen und das Fallen des Turms – dauerte nur 20 Sekunden.Geplant war, dass der Sendemast der Länge nach fallen sollte. Die oberste Abspannung, eins der Haltungsseile, war sehr stark und hielt den Turm deshalb länger als vorgesehen aufrecht. Dadurch brach dieser unter seinem eigenen Gewicht am unteren Ende und ein Teil kippte leicht zur Seite. Durch das Sprengen wurden auch dicke Kabel durchtrennt. Dadurch kam es zu einem Brand, der sich begünstigt durch hohes Gras und Wind auf einer Fläche von etwa fünf Metern ausbreitete. Die anwesende Feuerwehr, die mit mehr als 20 Einsatzkräften vor Ort war, löschte das Feuer umgehend.

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