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Karin Schulz zieht erfolgreiche Bilanz bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Vogelsdorf

Mehr Frauen in der Wehr als anderswo

Geehrt, befördert, qualifiziert: Gern gesellt sich bei solcher Gelegenheit auch Bürgermeister Thomas Krieger (r.) zu seiner gut ausgebildeten und jederzeit einsatzbereiten Vogelsdorfer Feuerwehr.
Geehrt, befördert, qualifiziert: Gern gesellt sich bei solcher Gelegenheit auch Bürgermeister Thomas Krieger (r.) zu seiner gut ausgebildeten und jederzeit einsatzbereiten Vogelsdorfer Feuerwehr. © Foto: Karin Schulz
Irina Voigt / 06.04.2017, 06:03 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Bilanz, Ehrungen und Beförderungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Vogelsdorf. Die Wehr wurde im vergangenen Jahr zu insgesamt 76 Einsätzen gerufen.

"Ihr habt im vorigen Jahr wieder tolle Arbeit geleistet, manchmal bis an die Grenzen des Erträglichen. Ihr seid toll." Mit einem großen Dankeschön an ihre Kameradinnen und Kameraden eröffnete die Leiterin der Vogelsdorfer Feuerwehr Karin Schulz ihren Bericht bei der Jahreshauptversammlung.

Dann folgte die Jahresstatistik: Im vergangenen Jahr wurde die Vogelsdorfer Wehr zu 76 Einsätzen gerufen. Davon waren 50 Fälle von Hilfeleistungen und 26 Brände zu löschen. Zurzeit hat die Wehr 50 Mitglieder, 21 Kinder sind in der Jugendfeuerwehr und vier in der Alters- und Ehrenabteilung. Weil sie immer wieder danach gefragt würde, hatte Karin Schulz ausgerechnet, dass die 24 Frauen und Mädchen in der Wehr einen Prozentsatz von 32 ausmachen, damit lägen die Vogelsdorfer ihres Wissens nach über dem Durchschnitt.

In unterhaltsamer Wortwahl ließ Karin Schulz die wichtigsten Einsätze des vergangenen Jahres Revue passieren. Eine Einsatzbilderpräsentation begleitete ihre Ausführungen. "Ein nicht ganz alltäglicher Einsatz versteckte sich hinter dem Stichwort: Tier in Not", berichtete Karin Schulz. Da war ein Pferd auf Wanderschaft gegangen und "hatte nicht mit Frost gerechnet, stürzte und konnte auf Grund der eisglatten Wege nicht mehr aufstehen".

Bei Hilfen nach Verkehrsunfällen erinnerte die Chefin an den Fall, als ein Fahrzeug so eingeklemmt wurde, dass die Fahrerin die Hilfe der Feuerwehrleute brauchte, um auszusteigen. Von den Kameraden nicht "geliebt", aber notwendig, seien die Beseitigungen von Ölspuren nach Unfällen. Die Längste des Vorjahres begann auf der Frankfurter Chaussee hinterm Multicenter und reichte bis zur Jauchepumpstation in der Schöneicher Allee.

Mit Unterstützung der Rüdersdorfer Wehr konnte im August ein brennender Sattelauflieger, beladen mit Elektroschrott, gelöscht werden, und die Vogelsdorfer unterstützten ihrerseits die Hoppegartener bei der Sicherstellung des Brandenburgtags.

Einen Grund zur Freude gab es, als der neue Einsatzleitwagen endlich aufgebaut und aus Baden-Württemberg abgeholt werden konnte. Durchs Jahr zogen sich die Wochenendtermine für Übungen, Trainingseinheiten und Schulungen. Sowohl die Einsatzkräfte als auch die Nachwuchsleute hatten da viel zu tun. So wurden, bevor die Verwaltungsbaracken neben dem Rathaus abgerissen wurden, dort Türöffnungen trainiert. Auf dem Gelände der Schrottfirma Wenzel im Vogelsdorfer Gewerbegebiet wurde ein Brand in einer Schrottpresse simuliert und es muste eine bewusstlose Person aus einem Führerhaus des Krans über die Drehleiter gerettet werden. Nicht so häufig habe man die Möglichkeit, mit Schaum zu üben. Da waren die Feuerwehrleute sofort dabei, als es die Gelegenheit auf dem Gelände des Münchehofer Klärwerkes gab, wo sich die Einsatzkräfte mit den verschiedenen Schaumarten vertraut machen konnten. Auch bei der Großübung des Kreises in Rüdersdorf waren die Vogelsdorfer dabei und es wurden die Handhabung und das Arbeiten in Schutzanzügen trainiert. Wie in jedem Jahr wurden vor Winterbeginn in Vogelsdorf sämtliche Hydranten auf Funktionstüchtigkeit kontrolliert und winterfest gemacht.

Im Ergebnis der zahlreichen Übungen und Lehrgänge haben sich zum Truppmann (Teil 1) Claudia Oppelt, Suchittra Röhl, Lea Zimmermann, Frank Neumann, Emil Mendrina und Pascal Behrens qualifiziert. Truppführer sind nun Moja Dylan Gläß und Philip Kolander. Die Qualifizierung zum Sprechfunker schlossen erfolgreich Suchittra Röhl, Mojo Dylan Gläß und Emil Mendrina ab. Die Berechtigung als Atemschutzgeräteträger haben Philip Kolander und Pascal Behrens erlangt und Jan Hoffmann ist nun Zugführer (FIV).

Daneben sind die Vogelsdorfer verlässliche Partner der Gemeinde bei deren Veranstaltungen. Aber auch so manche Stunde Freizeit verbringen die Mitglieder miteinander, wozu dann auch die Angehörigen eingeladen sind.

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