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MOZ-Lesertelefon: Bewohner Neuberesinchens üben Kritik / Lob für Stärkung der Linie 2

Für und Wider zu Straßenbahn-Plänen

Frank Groneberg / 07.04.2017, 05:26 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die MOZ-Leser haben sich am Donnerstag ganz unterschiedlich zu den Plänen, die Linienführungen und Taktzeiten der Straßenbahn in Frankfurt teilweise zu verändern, geäußert. Kritik gab es vor allem aus Neuberesinchen für das Vorhaben, die Linie 5 künftig nur noch im Schülerverkehr anzubieten und in der restlichen Zeit stattdessen die Linie 2 öfter fahren zu lassen.

"Ich habe das als Aprilscherz aufgefasst", sagte Ilona Krüger. "Ich finde es unmöglich, dass dann bei uns in Neuberesinchen nur alle 20 Minuten eine Bahn fährt." Sie fahre vier-, fünfmal am Tag mit der Bahn, habe eine Monatskarte. "Wenn die 5 nicht mehr fährt, muss eben die 1 alle zehn Minuten fahren." Wenn nicht, werde sie sich überlegen, ob sie sich nächstes Jahr noch eine Monatskarte leiste.

Wolfgang Heinschke wohnt in West und betont: "Die 5 ist für uns der direkte Zubringer zum Bahnhof, und das ist wichtig. Wenn wir künftig umsteigen müssen, dann ist das eine Verschlechterung des Angebotes."

Lydia Neumann, die am Karl-Ritter-Platz wohnt, freut sich über den Wechsel auf den Linien 1 und 4. "Ich ärgere mich immer darüber, dass ich, wenn ich zum Friedhof oder zum Klinikum fahren möchte, umsteigen muss. Ab Dezember kann ich mit der Linie 4 durchfahren - das ist toll, da freue ich mich. Für uns Ältere ist das wunderbar."

Rosemarie Przybylla aus Neuberesinchen sagte: "Ich finde das nicht schön, dass wir dann nur noch alle 20 Minuten wegkommen. Das ist ja schlimmer als in der DDR, da sind die Bahnen ja öfter gefahren. Das ist sehr ungünstig - vor allem, wenn man zum Bahnhof will." Sie fahre oft nach West und kaufe sich zumindest im Winter eine Monatskarte, im Sommer nutze sie öfter das Fahrrad. Und sie betont: "Wenn in Neuberesinchen wieder Wohnungen gebaut werden, braucht man auch gute Verbindungen im Nahverkehr."

Elisabeth Gottschau ärgert sich über die Ausdünnung auf der Linie 5 und darüber, dass die 1 künftig zum Stadion fahren soll. "Ich finde es unerhört, was man in Neuberesinchen mit dem Nahverkehr vor hat", erklärte sie. Im Stadtteil lebten besonders viele ältere Menschen, denen das Ein- und Aussteigen schwerfalle und die durch den Zwang zum Umsteigen zusätzlich belastet würden. "Viele Menschen fahren zu den Ärztehäusern am Kleistpark und im Poetensteig - die müssen ja dann immer umsteigen."

Diskutiert wird das Thema auch auf der Facebookseite des Stadtboten. "Neuberesinchen ist, entgegen mancher Meinung, nicht ausgestorben", schreibt Anne Pankow. Robinson Fuhr verweist darauf, dass es in Neuberesinchen zwei Studentenheime gibt. Andere Leser loben das Vorhaben, die Linie 2 alle zehn Minuten fahren zu lassen. Das sei angesichts überfüllter Bahnen längst überfällig, betonen Annika White und Ralf Großkopp. Und Thomas Schmidt freut sich: "Endlich wird der Stadtteil West besser integriert. Wurde auch Zeit."

Leserforum

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Ernst Haft 09.04.2017 - 19:00:58

Linie 4

Viele Angestellte aus den Gewerbegebieten Richtung Markendorf würden durchaus vom Auto zur Tram wechseln, wenn diese wenigstens bis 24 Uhr bis zur Innenstadt durchfahren würde. Mit dem Nachtbus fährt man ja leider erstmal um ganz Neuberesinchen, bevor man endlich in der Stadt ankommt.

Hendrik Haucke 07.04.2017 - 09:05:51

Eine sinnlose Diskussion

Die Umstellung ist nicht nötig, denn Finanzell spart man nichts ein und wenn die Linie 2 überfüllt ist muß man für mehr Kapazität sorgen. Dies ist auf zwei Wegen zu erreichen, der erste Wäre die Tatrabahnen in Doppeltraktion fahren zu lassen. Doch leider ist dies nicht möglich, weil nicht genug Bahnen vorhanden sind. Der zweite Weg ist man besorgt sich entlich neue Niederflurbahnen und schon ist das Problem mit den überfüllten Bahnen gelöst. Also die Diskussion ist von vornherein Sinnlos würde man was einsparen könnte man darüber Nachdenken.

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