Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mit Klubräten für mehr Mitwirkung

Sie setzen sich für den Jugendklub Gorgast ein: Die neue Amts-Jugendkoordinatorin Tanja Puttlitz (rechts) hat mit den Gemeindevertretern Andreas Fröhlich und Thomas Wurl (von links) sowie weiteren jungen Gorgastern eine tatkräftige Unterstützung bei der J
Sie setzen sich für den Jugendklub Gorgast ein: Die neue Amts-Jugendkoordinatorin Tanja Puttlitz (rechts) hat mit den Gemeindevertretern Andreas Fröhlich und Thomas Wurl (von links) sowie weiteren jungen Gorgastern eine tatkräftige Unterstützung bei der J © Foto: MOZ/Ulf Grieger
Ulf Grieger / 09.04.2017, 07:50 Uhr
Golzow (MOZ) Mit Tanja Puttlitz hat sich neue Jugendkoordinatorin des Amtes Golzow in den ersten Gemeindevertretersitzungen vorgestellt. Sie tritt die Nachfolge von Christina Urbanek an, die an die Letschiner Fontane-Schule gewechselt ist.

Einen guten Eindruck hat Tanja Puttlitz auf die Gemeindevertreter von Golzow gemacht. Dort hatte sich die 46jährige Berlinerin, die nach Wriezen gezogen ist und nun für den Kinder- und Jugendring Neuhardenberg die Jugendarbeit im Amt Golzow koordiniert, vorgestellt. Bürgermeister Frank Schütz erhofft sich von der Wiederbesetzung der Koordinatorenstelle positive Effekte für die ganze Gemeinde. Besonders begeistert ihn die Idee, in den Jugendklubs Klubräte der Jugendlichen zu bilden, die dann ihr Interesse auch gegenüber der kommunalen Seite deutlich machen können. Und die dann ebenso Ansprechpartner für die Gemeinde sind, wenn etwas für und mit Jugendlichen geplant werden soll.

Tanja Puttlitz, sie hat bislang u.a. als Heilpädagogin gearbeitet, ist froh, dass derzeit an fast allen Jugendklubs im Amt eine Betreuung durch Mitarbeiter des Kinderrings gesichert ist. Eine Ausnahme bildet noch der Klub im Jugend-Integrationszentrum Gorgast. Nicht nur aus diesem Grund lädt sie auch dorthin zum Pressegespräch ein. Am großen Klubtisch haben auch junge Gorgaster, zum Teil auch Familien mit Kindern Platz genommen, die Tanja Puttlitz scherzhaft als ihre Berater vorstellt.

Sie alle wollen, dass der Jugendklub Gorgast, in dem sich stets bis zu 15 Kinder und Jugendliche treffen, nicht dem Sparzwang zum Opfer fällt, den die Kommunalaufsicht des Kreises und das Innenministerium auf die Gemeinde Küstriner Vorland ausüben. Nur mit Mühe war es den Gemeindevertretern gelungen, die bereits auf der Streichliste des "Haushaltssicherungskonzeptes" zur Disposition gestellte Einrichtung vor der Schließung zu bewahren. Und noch ist die Kuh nicht vom Eis. "Noch hat die Kommunalaufsicht unseren Haushalt nicht genehmigt. Möglich, dass weiterhin Schließungen gefordert werden, weil das freiwillig Aufgaben sein sollen", macht Gemeindevertreter Thomas Wurl deutlich. Sein Abgeordnetenkollege Andreas Fröhlich betont die Bedeutung der Klubs für die Heranwachsenden. Er sei selbst als Kind und Jugendlicher häufig im Klub gewesen und weiß, dass ein Training im Sportverein oder eine andere Vereinsmitgliedschaft keinen Jugendklub ersetzen kann.

Tanja Puttlitz hofft, dass es ab August wieder eine geförderte Stelle für den Klub in Gorgast geben kann. Für sie sei es völlig neu, nicht mit ausgebildeten Sozialarbeitern, sondern vor allem mit kurzzeitig Beschäftigten wie Bundesfreiwilligen zu arbeiten. Das sei die größte Umstellung für sie, gesteht sie.

Aus den Reihen der jungen Erwachsenen kommt eine klare Kritik an der Praxis, die Jugendklubs immer nur mit geförderten Betreuerstellen zu besetzen. Denn die Attraktivität solcher Klubs, im Amt Golzow gibt es neben dem Gorgaster noch welche in Küstrin-Kietz, Alt Tucheband, Golzow und Manschnow, hänge stark vom Engagement der Betreuer ab. In Bleyen, Genschmar und Rathstock gibt es keine Klubs mehr. In Zechin betreut der Verein Oderlandkids die Dorfjugend am Freibad. Es dauere einige Zeit, ehe die Kinder und Jugendlichen Vertrauen zu den Betreuern haben und bis sich der Kluballtag eingespielt hat. Deshalb sei es notwendig, die Klubbetreuung mit festen und ausgebildeten Jugendsozialarbeitern zu besetzen, die entsprechend ihrer Qualifikation auch bezahlt werden.

Die Jugendklubs im Amt werden sich auch künftig an solchen Projekten wie dem Kinder- und Jugend-Oscar oder den Sportturnieren beteiligen. Nächster Höhepunkt allerdings wird die Teilnahme an einer 48-Stunden-Aktion der Landjugend. Am 21. und 22. April, dem Wochenende nach Ostern, werden die Jugendklubs einen Frühjahrsputz durchführen. Die Arbeit konzentriere sich dabei auf die Verschönerung der Klubs selbst. Die Einwohner der Dörfer können sich dieser Aktion anschließen und es zum allgemeinen Frühjahrsputz werden lassen. Am 20. Mai findet am Manschnower Spielplatz ein großes Spiel- und Sportfest statt, das sich um 15 Uhr an das Kita-Fest anschließt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG