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Meisterfeier im Sportcenter

Lücke gefunden: Tobias Schulz und Christian Koall (in Schwarz, von vorn) wurde keine Verschnaufpause gegönnt. Sie hatten in der Neuruppiner Abwehr Schwerstarbeit gegen die sich blind verstehende Truppe aus Lychen zu leisten.
Lücke gefunden: Tobias Schulz und Christian Koall (in Schwarz, von vorn) wurde keine Verschnaufpause gegönnt. Sie hatten in der Neuruppiner Abwehr Schwerstarbeit gegen die sich blind verstehende Truppe aus Lychen zu leisten. © Foto: MZV
Matthias Haack / 09.04.2017, 20:29 Uhr - Aktualisiert 10.04.2017, 08:54
Neuruppin (RA) Ihr Hotel hätten die Lychener Handballer für die Nacht zum Sonntag durchaus in Neuruppin buchen können. Nur sei die Kreisstadt ein zu teures Pflaster, scherzte der Trommler aus der lautstarken Fangemeinde.

Berolina Lychen bezwingt den HCN mit 34:27 und schafft den vorzeitigen Staffelsieg in der Handball-Verbandsliga.
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Meisterschaft in Neuruppin gefeiert

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Berolina Lychen erarbeitete sich mit dem 34:27 (19:14)-Sieg beim HCN den vorzeitigen Staffelsieg in der Verbandsliga. Und das Team öffnete nach dem Abpfiff mit seinen zwei Dutzend Fans vorm Sportcenter den Aufstiegssekt, um Stunden danach in "unser 3 500-Seelen-Dorf" zu fahren. Dass Berolina aufsteigen will, unterstrich Trainer Tobias Schween. "Wir haben vor einigen Wochen die Entscheidung getroffen, obwohl uns dort in der Brandenburgliga eine ganz andere Qualität erwarten wird."

Ihr Meisterstück lieferten die Lychener in beeindruckender Manier ab. Nicht einmal lag der Ligaprimus vor 300 Neuruppiner und 20 eigenen Fans in Rückstand. Lediglich einmal wurde dem HCN ein Durchatmen erlaubt. Schween: "Eine herbe Schwächung war die Rote Karte, die man geben kann." Nico Schween hatte den angreifenden Marcel Pekrul im Gesicht getroffen (17.). Seinen leicht benommenen Rückraumspieler nahm Trainer Christian Will vom Parkett. Damit ergab sich eine ungewöhnliche Konstellation: Beide Teams kauten in punkto Rückraum auf dem Zahnfleisch. Schween: "Wir hatten plötzlich nur drei, aber Neuruppin fehlten ja ebenso die Alternativen." Zudem entschloss sich der Gästecoach, Nico Hecht in Manndeckung nehmen zu lassen.

Jene Phase nach der Roten Karte nutzte der HCN, um fünf Tore in Folge zu erzielen. Dann aber zog Lychen wieder im Tempo an und ließ fortan keinen Zweifel aufkommen, hier in Neuruppin seiner beeindruckenden Serie den 16. Sieg hinzuzufügen.

Christian Will: "Unsere Leistung war nicht so schlecht, aber wir haben sicherlich zu viele Fehler gemacht." Erst in den letzten zwölf Minuten spielte der HCN befreit auf. Da zog er sein Spiel auf, suchte die Lücken beim Gegner und fand sie. Allerdings, so Will: "Hatte ich zwischendurch das Gefühl, das könnte ein unschöner Tag werden."

Lobend erwähnte Tobias Schween das Team vom Kampfrichtertisch: Es hatte Schwerstarbeit zu leisten, weil die Tafel mit Zeitmessung und Toren ausgefallen war. "Man ließ uns nicht nur permanent einen Blick auf die Uhr werfen, sondern kündigte das Ende der Wartezeiten für Gesperrte an. Das ist eine faire Geste. So wird man als Gästeteam nicht überall behandelt."

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