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Konfirmanden aus mehreren Gemeinden beim ökumenischen Kreuzweg durch Strausberg unterwegs / Jede Station einem speziellen Thema gewidmet

Stoff zum Nachdenken über sich und andere

Stärkung an der dritten Zwischenstation: In der Bonhoeffer-Kapelle wurden die Jugendlichen und Begleiter verpflegt, Helfer hatten bis zum Eintreffen das Abendbrot vorbereitet.
Stärkung an der dritten Zwischenstation: In der Bonhoeffer-Kapelle wurden die Jugendlichen und Begleiter verpflegt, Helfer hatten bis zum Eintreffen das Abendbrot vorbereitet. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 10.04.2017, 05:57 Uhr
Strausberg (MOZ) Sie kamen aus den Gemeinden Müncheberg, Altlandsberg, Buckow und Herzfelde-Rehfelde, dazu die Strausberger gewissermaßen als Gastgeber der Aktion: Etwa 30 Jugendliche, zumeist aus Konfirmandengruppen, waren Freitagabend beim Kreuzweg der Jugend dabei, der mit verschiedenen Zwischenstationen von der Marienkirche bis zur Bonhoeffer-Kapelle in der Landhausstraße und wieder zurück führte. Ein durchaus beachtlicher Fußmarsch auf Jesus' Spuren, anfangs sogar noch im Nieselregen. Später lugte dann der fahle Mond zuweilen durch Wolkenlücken, bevor die graue Wand völlig aufriss und beim Eintreffen an Station fünf, der katholischen Kirche St. Joseph, der ungehinderte Blick auf den Sternenhimmel möglich war.

Die Strausberger Julian Irmer, Felix Triebel, Cassandra Mühleisen und Elias Wiegand gestalteten die Eröffnung mit Texten und Liedern. Vor der Kirche wurde dann ein erstes Kreuzweg-Zeichen mit einer Schablone auf eine Bodenplatte gesprüht.

"Erstmals findet die Aktion, die einem bundesweiten Muster folgt, hier in der Region statt", erklärte Münchebergs Pfarrerin Karin Bertheau. Auf dem Friedhof als zweite Station, so ihr Strausberger Amtskollege Tilmann Kuhn, stand dann vor allem das Symbol des Kreuzes im Mittelpunkt.

Als die Gruppe in der Bonhoeffer-Kapelle eintraf, wo Helferinnen das Abendbrot vorbereitet hatten, war die Freude über die Möglichkeit zum Aufwärmen und zur Stärkung entsprechend groß. Schon die erste Hälfte des Wegs sei sehr interessant gewesen, waren sich Kaya Dalk (14) aus Dahmsdorf, Emil Brandt (14) aus Müncheberg und Carolyn Hund-Göschel (13) aus Waldsieversdorf einig. Ebenso wie Tom Weigelt (14) aus Altlandsberg sowie Lucas Blänkner (13) und Dennis Franke (14) aus Rehfelde an einem der anderen Tische.

Vor dem Essen wurde in der Kapelle über Sorgen und Zerrissenheit gesprochen, erzählte Emil, Lucas fand auch das Wegstück durch den Wald schön. Dennis hat dort, unter freiem Himmel im Annatal, vor allem die zweite Station mit dem Thema Obdachlose tief berührt: "Es gibt Menschen, die noch ganz andere Sorgen und Probleme haben ..."

Bevor der Weg über den jüdischen Friedhof zurück zur Marienkirche führte, ging es in der katholischen Kirche um Respekt, Nähe und Distanz, Fragen wie "Wem zeige ich mein wahres Gesicht?". Auch eine Übung zur persönlichen Komfortzone (Mindestabstand) gehörte dazu.

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