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Torfestival in Falkensee

Torwart Richard Nowak machte trotz der fünf Gegentore eine Riesenpartie in Falkensee.
Torwart Richard Nowak machte trotz der fünf Gegentore eine Riesenpartie in Falkensee. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 25.04.2017, 12:08 Uhr
Falkensee (MOZ) Die Zuschauer der Kreisoberligapartie zwischen Blau-Gelb Falkensee und dem FC Borussia Belzig erlebten denkwürdige 90 Minuten. Beide Mannschaften entschlossen sich mit offenem Visier zu agieren, wobei individuelle Abwehrfehler zu der Torflut führten.

Die Gastgeber hatten bereits am Freitagabend ihre kleine Negativserie unterbrochen und besiegten im Nachholspiel Glindow mit 3:1. Mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein starteten sie in die Partie. Nach einer Viertelstunde gelang den Blau-Gelben auch die Führung, doch im Gegenzug egalisierte Henrik Gallien das Ergebnis. In den nächsten Minuten begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, doch als Julian Hennig das 2:1 (29.) erzielte, machte sich bei den Falkenseer Nervosität breit. Die Borussen, die auch auf Lars Leppek verzichten mussten, bestimmten nun das Geschehen, verpassten aber das dritte Tor. Die große Chance dazu vergab Steven Hoppe, der mit dem Pausenpfiff einen Elfmeter verschoss.

Wütend kamen die Blau-Gelben aus der Halbzeit, drängten auf den Ausgleich. Der erste Treffer fiel aber auf der Gegenseite. Martin Graul trat in der 55. Minute einen Freistoß scharf in den gegnerischen Strafraum, Alexander Thiem wollte per Kopf klären, doch der Ball landete zum 1:3 im eigenen Kasten. Doch in die Freude der Fläminger hinein, verkürzten die Platzherren auf 2:3 (57.).

In diesem Tempo ging es nun munter weiter. Vier Minuten später erhöhte Hennig auf 4:2, doch kurz darauf patzte die Gästeabwehr erneut und es hieß 3:4 (64.). Als Hennig in der 66. Minute das 5:3 markierte schien endlich die Vorentscheidung gefallen zu sein - aber weit gefehlt.

In der 85. Minute vergaben die Bad Belziger eine aussichtsreiche Konterchance, da der letzte Pass vermasselt wurde. Im Gegenzug markierten die Falkenseer das 4:5. Gleich der nächste Angriff brachte wieder Gefahr, da sich die Gäste im eigenen Strafraum nur mit einem Foul zu behelfen wussten. Schlussmann Richard Nowak verhinderte aber mit einer tollen Parade den Ausgleich.

Die Gastgeber ließen jedoch nicht die Köpfe hängen, wollten den Ausgleich. In der letzten Minute der Nachspielzeit erhielten sie einen Freistoß an der Außenlinie, nach einem erneut unnötigen Foul der Gäste. Der Ball segelte in den Sechzehner und aus dem Gewühl heraus traf Rico Krüger zum 5:5-Endstand.

Am kommenden Sonntag (30. April) ist der SV Alemania Fohrde zu Gast im Heinrich-Rau-Stadion. Mal schauen was die Borussen-Elf diesmal abliefert. Nichts gegen fünf Tore, aber die Abwehr sollte stabiler stehen.

Das Positive ist aber, dass zu erkennen ist, dass die Mannschaft lebt. Nach den vielen Nackenschlägen, gerade zu Beginn der Rückserie, scheinen die Bad Belziger nun den Abstiegskampf angenommen zu haben. Sie glauben an ihre Chance so lang es theoretisch halt möglich ist.

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