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Abstieg trotz grandioser Hinrunde

Verzweifelt gekämpft, aber nicht ans Ziel gekommen: Sinnbildlich ist diese Szene mit HCA-Spielerin Nathalie Suckow in der Schlusspartie gegen den BFC Preussen. In der Rückrunde wollte sich bei den Angermünderinnen einfach kein Erfolg mehr einstellen.
Verzweifelt gekämpft, aber nicht ans Ziel gekommen: Sinnbildlich ist diese Szene mit HCA-Spielerin Nathalie Suckow in der Schlusspartie gegen den BFC Preussen. In der Rückrunde wollte sich bei den Angermünderinnen einfach kein Erfolg mehr einstellen. © Foto: Carola Voigt
Denny Reinicke / 09.05.2017, 20:20 Uhr
Angermünde (MOZ) Die Handballerinnen des HC Angermünde treten nach zwei Oberliga-Jahren den durchaus deprimierenden Gang zurück in die Brandenburgliga an. Den letzten Matchball um den Klassenerhalt hatten sie mit einer herben 20:35-Heimniederlage gegen Vizemeister BFC Preussen vergeben.

Am Ende einer anstrengenden, langen Saison ist es nicht diese letzte Niederlage, die so schmerzt. Es waren eher die Partien zuvor, die allesamt deutlich gegen die direkten Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt verloren gingen. Lediglich gegen Mitabsteiger Hermsdorf-Waidmannslust Berlin gelang den Angermünderinnen in der Rückrunde Zählbares - schlichtweg zu wenig, um die Klasse zu halten. Letztlich fehlt in der Schlussrechnung nur ein einziger Sieg zum Klassenerhalt.

Zwar steht das Team mit Platz 10 (von 12) auf einem regulären Nichtabstiegsrang - weil aber aus der 3. Liga mit Wismar und dem Berliner TSC gleich zwei Teams in die Oberliga absteigen und zudem mit Ahrensdorf-Schenkenhorst, Grün-Weiß Werder (beide Brandenburgliga) und Pfeffersport Berlin gleich drei Mannschaften ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen, müssen insgesamt fünf Teams die Oberliga verlassen. Grün-Weiß Schwerin steigt in die 3. Liga auf, mit dem HCA gehen die Neubrandenburger Fortunen und zwei Berliner Mannschaften in die höchsten Ligen der Landesverbände zurück.

Bitter ist dieses Fazit insbesondere für den HCA nach einer grandiosen Hinrunde: Mit zwölf erspielten Punkten schien man bei einigermaßen konstanten Leistungen mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Diese Rechnung ging am Ende nicht auf. Dabei war das letzte Spiel gegen den BFC Preussen ein regelrechtes Spiegelbild der HCA-Leistung in der Rückrunde. Zu viele technische Fehler, ungewohnte Schwächen in der Deckung und insbesondere zu wenig Durch-schlagskraft im eigenen Angriff sorgten für teilweise hohe und bittere Niederlagen.

Sicher gelang es dem HCA nie richtig, den verletzungsbedingten Ausfall von Maria Klemm sowie die "Zwangspause" von Julia Baumann (Familienzuwachs) zu kompensieren, jedoch soll das am Ende keine Ausrede für das Abschneiden sein. Der Blick des Teams richtet sich indes schon wieder nach vorn. Die gesamte Mannschaft bleibt dem Trainerteam erhalten. Mit Lea Nedlin, Elisa Branding, Lilu Tech und anderen aus der eigenen Jugend sowie der Rückkehr von Maria Klemm und Franziska Kottke stehen die Zeichen weiter gut für attraktiven, hochklassigen Frauen-handball in der Uckermark.

Nicht zuletzt erfuhren die HCA-Damen in diesem Jahr so viel Anerkennung für die gezeigten Leistungen durch Publikum, Fans und Angehörige. Die heimische Mehrzweckhalle platzte in vielen Spielen aus allen Nähten. Gerade diesen treuen Fans gilt der größte Dank der gesamten Mannschaft inklusive Trainergespann, aber auch das größte "Sorry", dass es am Ende nicht zum Oberliga-Erhalt reichte.

Die HCA-Damen werden nun zunächst eine einmonatige Ruhepause einlegen, bevor es bereits Anfang Juni wieder darum geht, in die Gänge zu kommen. Die jährliche Vorbereitung auf die neue Saison startet dann voraussichtlich Anfang Juli.

Spielerinnen aus der Region, die sich zutrauen, den Angermünder Handball zu unterstützen, sind jederzeit willkommen. Der Kontakt ist via Facebook, Mail oder auch gern persönlich mit den Verantwortlichen möglich - vielleicht im Rahmen der HCA-Familientage am 24./25. Ju-ni in der Ehm Welk-Sporthalle.

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