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Erstes Gruppe-Rennen der Saison auf der Galopp-Rennbahn

Publikumsliebling in Hoppegarten: Eduardo Pedroza auf Alex my Boy
Publikumsliebling in Hoppegarten: Eduardo Pedroza auf Alex my Boy © Foto: Frank Sorge
Hans Moritz / 11.05.2017, 19:39 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Die Rennbahn steigert sich. Nach den Listenrennen zum Saisonstart steht am dritten Veranstaltungstag der Saison in Hoppegarten das erste Gruppe-Rennen auf dem Programm. In dem Pferde-Marathon über 3200 Meter wird am Sonntag der Nurmi unter den Galoppern gesucht.

Die Creme de la Creme der europäischen Langstreckler gibt sich am Sonntag auf der Galopprennbahn Hoppegarten die Ehre. Kein Wunder: Es geht um viel, sehr viel. Nicht nur das Prestige, Deutschlands längstes Flachrennen und das einzige Gruppe-II-Rennen über diese Distanz hierzulande zu gewinnen, bringt elf inländische und sogar fünf Pferde aus anderen Nationen auf der Parkbahn in die Startbox.

Der Andrang war überwältigend: Fast 40 Starter waren einst genannt, vor dem letzten Streichungstermin am Donnerstag immer noch 21. "Das ist gigantisch, solchen Zuspruch hatten wir nicht erwartet, aber das macht uns sehr glücklich", freut sich Hoppegarten-Besitzer Gerhard Schöningh.

Das "viel" bezieht sich aber nicht nur auf das erlesene Feld. Immerhin geht es in dem mit 70 000 Euro dotierten Wettbewerb um die Siegprämien von 32 000 Euro. Noch mehr lockt aber die "Anschluss-Vergütung". Der Gewinner darf nach der neuen Kooperation Hoppegartens mit New York am 9. Juni ohne Startgeld auf der Bahn in Belmont Park um den Gold Cup International laufen. Dieses Rennen über die gleiche Distanz ist mit 400 000 Euro dotiert, und sogar der letzte Platz bekommt ein Preisgeld. Kosten entstehen nicht, weil der Veranstalter Transportkosten bis zu 25 000 Euro übernimmt.

Diese sensationelle Verlockung wird getoppt von der Einladung an den Triumphator vom Sonntag und die beiden Nächstplatzierten zum Gruppe-I-Rennen um das irische St. Leger am 10.September auf der Bahn The Curragh. Hier geht es über die Distanz von 2800 Metern um 500 000 Euro - erneut müssen die Glücklichen von Hoppegarten keine Startgebühr entrichten. Mit drei Siegen kann der Galopper seinen Besitzer innerhalb weniger Wochen fast zum Millionär machen.

Wie schwer es die Favoriten auf solch langem Kanten haben, bewies das gleiche Spektakel am irischen Renntag vor zwölf Monaten. Da kam Star-Trainer Andreas Wöhler aus Gütersloh mit drei Hengsten angereist. Ausgerechnet der als "Führpferd" auserkorene Wasir unter Jockey Rafael Schistl schnappte sich mit der Außenseiter-Quote von 170 für zehn den Sieg und ließ Stallgefährte Alex my Boy unter Publikumsliebling Eduardo Pedroza hinter sich. "Das Rennen über eine so weite Distanz ist anders anzugehen. Da spielt die Taktik eine enorme Rolle", sagt der Ex-Jockey Jan Korpas, der heute als Assistenztrainer bei Eva Fabianova in Hoppegarten arbeitet. Platz 3 holte sich vor einem Jahr mit Bebe Cherie unter Martin Seidl ein noch größerer Außenseiter.

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