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Für Tricks und Sprünge gebaut

Auf der neuen BMX-Strecke: Collin-Luca Hermann. Diese befindet sich auf dem Sportplatz in Neutrebbin. Erste Hügel hatten sich die Jungen bereits auf der alten Deponie gebaut. "Da waren sie uns aber zu sehr aus dem Blickfeld", meinte ein Vater.
Auf der neuen BMX-Strecke: Collin-Luca Hermann. Diese befindet sich auf dem Sportplatz in Neutrebbin. Erste Hügel hatten sich die Jungen bereits auf der alten Deponie gebaut. "Da waren sie uns aber zu sehr aus dem Blickfeld", meinte ein Vater. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 18.05.2017, 20:03 Uhr
Neutrebbin (MOZ) Auf dem Sportplatz in Neutrebbin ist am Mittwochabend offiziell eine BMX-Strecke eröffnet worden. Die Idee dazu hatten Kinder aus dem Ort.

"Coole Bahn", meinte einer der Jungen, die teils mit Helm bereits auf der BMX-Strecke auf dem Neutrebbiner Sportplatz unterwegs sind. "Da weiß ich wenigstens, wo er ist", sagte eine Mutter im Gespräch mit einer anderen, die offenbar ein Stück entfernt wohnt. "Frühmorgens schon die Fahrerei zur Schule und dann nachmittags noch hierhin", stöhnte sie etwas über den Aufwand mit dem Nachwuchs. Doch auch bei ihr überwog die Freude über das neue Freizeitangebot.

Die Kinderschar wurde zunehmend größer, auch weitere Eltern, Bürgermeister Werner Mielenz, einige Gemeindevertreter und die Nachwuchskicker, die gerade noch dem Platz nebenan trainiert hatten, kamen dazu. "Die Strecke wurde nach den Vorstellungen der Kinder angelegt", erzählte Werner Mielenz und fügte hinzu: "Sie wollen auch die Pflege übernehmen." Er freute sich offensichtlich darüber, wie das Vorhaben angepackt worden ist, und zeigte auf die kleine Hügelkette nahe der Mauer: "Dort geht es ohne zu treten zurück, trotzdem werden die Kinder dort immer schneller."

Kurz darauf wurden die Mädchen und Jungen zusammengerufen. "Es ist mir eine große Ehre, Eure Strecke offiziell einzuweihen", sagte der Bürgermeister und ergänzte: "Mein Dank gehört den Kindern, die die Idee hatten, etwas Neues zu machen. Mein Dank gilt auch den Eltern und Sponsoren, zum Teil handelt es sich um die gleichen Personen."

Werner Mielenz verwies in dem Zusammenhang auf das Vertrauen auf beiden Seiten, die gegenseitige Achtung und eingehaltene Absprachen. Die BMX-Strecke bezeichnete er zudem als Lückenschluss auf dem Sportplatz und wünschte den Kindern eine stets unfallfreie Fahrt. "Ein Helm sieht dabei nicht nur schick aus, sondern gehört zu Eurem Sport dazu", gab der Bürgermeister unter Beifall vor allem der Erwachsenen zu bedenken. Danach wurde gern zu (Kinder-)Sekt und Schnittchen gegriffen, ehe es für die Jungen - oder war doch auch ein Mädchen darunter? - wieder an den Start ging. Andere hatten offenbar noch tüchtig Respekt.

"Ich bin heute das erste Mal hier", sagte Max Niemann. Der Elfjährige wohnt in Neufriedland: "Aber die knapp fünf Kilometer machen mir nichts aus." Bisher habe er mit seinem Rad auf der Straße geübt. Für den neuen Parcours sei es etwas zu schwer, meinte er. "Vielleicht bekomme ich ja zum Geburtstag ein Neues, vor allem wünsche ich mir aber einen anderen Helm."

Mike Schubert gehört zu den Initiatoren der Strecke, die er Dirtline nennt. "Hier geht es um Tricks, Drehungen und Sprünge", definiert er seinen Sport. Mit 14 sei er der Älteste in der zurzeit etwa zwölfköpfigen Gruppe. Geübt werde, wenn Zeit ist, meist an Wochenenden. "Und ich trage immer einen Helm, auch um die anderen dazu zu animieren." Dass jetzt kaum Sprünge zu sehen waren, liege an der Strecke. "Da müssen wir nochmal ran", sagte Mike und zeigte auf die schon parat liegende Schaufel.

Sein Vater Ronny Schubert ist stolz auf die fünf Jungen, die die Strecke angelegt haben. Zu ihnen zählen noch Mikes Bruder Tim, Collin-Luca Jahn sowie Karl und Franz Herrmann. "Sie haben über einen Bekannten von uns einen Radlader besorgt, der Aushub kam von der Baustelle nebenan", erzählte Ronny Schubert.

Dass von der Idee im Dezember bis zur Eröffnung einige Hürden zu nehmen waren - darunter die Vorstellung des Projekts im Jugendclub und vor den Gemeindevertretern - sei letztlich kein Problem gewesen, ergänzte Mike Schubert und gab offen zu: "Ich hatte befürchtet, dass es länger dauert."

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