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Falkensee auf gutem Weg

Manuela Dörnenburg
Manuela Dörnenburg © Foto: Neubauer
19.05.2017, 19:07 Uhr
Falkensee (MOZ) Manuela Dörnenburg hat nach der Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands in Wolfsburg ein positives Fazit gezogen. "Falkensee ist auf einem guten Weg", sagte die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte der Stadt"Aber gerade in Zeiten eines zunehmenden Populismus und der Vereinfachung von Sichtweisen, muss darauf geachtet werden, dass Frauenrechte nicht aus falscher Rücksichtnahme aufgegeben wird." Sie fordert daher eine klare Positionierung seitens der Politik für eine lebenswerte Gesellschaft für Frauen und Männer sowie die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen in allen Bereichen und bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen.

Gelingende Gleichstellungspolitik sei einer der entscheidenden Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen, so der Tenor nach der Konferenz, schließlich änderten sich die Arbeitswelt und die Gesellschaft rasant. Die Auswirkungen davon seien als erstes in den Kommunen zu spüren. In Zeiten des beginnenden Fachkräftemangels und der Konkurrenz um Arbeitskräfte, spielten Themen wie familien- und pflegefreundliche Arbeitsmodelle, die den Bedürfnissen von Männern und Frauen gleichermaßen gerecht werden, eine große Rolle. Lebenswerte Kommunen werden zunehmend solche sein, die die Ansprüche von allen Einwohnern und Einwohnerinnen berücksichtigen: In der Stadt- und Verkehrsplanung, im Mitspracherecht in Politik und Verwaltung, in der Besetzung von Führungspositionen und in der Verwendung von kommunalen Geldern, bei der die Bedarfe von Frauen und Männern gleichermaßen berücksichtigt werden. Eine Kommune mit Zukunft muss unmittelbare und mittelbare Diskriminierung von Frauen und Mädchen beseitigen und gleiche Verwirklichungschancen für alle schaffen, unabhängig vom Geschlecht. Während der Bundeskonferenz haben die rund 400 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte die "Wolfsburger Erklärung" verabschiedet. Darin werden etwa eine verbindliche und hauptamtliche Gleichstellungsarbeit für alle Kommunen, ausreichende Ressourcen und Rechte für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, einheitliche Standards für die Gleichstellungspolitik vor Ort sowie die Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen gefordert. Voraussetzung dafür sei auch, dass mehr Frauen in politischen Gremien und in Führungspositionen der Verwaltung und bei den kommunalen Töchtern vertreten sind.

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