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Schlemmen, Schauen, Mitmachen

Interessante Einblicke: Der Eisenhüttenstädter Steinmetz Heiko Dorn erklärt Bertram, Valentina und Emilia (v.l.) die Technik seines Handwerks.
Interessante Einblicke: Der Eisenhüttenstädter Steinmetz Heiko Dorn erklärt Bertram, Valentina und Emilia (v.l.) die Technik seines Handwerks. © Foto: MOZ/Hubertus Rößler
Hubertus Rößler / 25.05.2017, 19:58 Uhr
Neuzelle (MOZ) Nach der Premiere im Vorjahr hieß es am Himmelfahrtstag beim Neuzeller Klostermarkt wieder "Handwerk trifft Kultur". Insgesamt etwa 70 Stände, darunter 30 Handwerker, luden die zahlreichen Besucher zum Schlemmen, Schauen, Mitmachen und Kaufen ein.

Ein Duft aus Bratwurst, Knoblauchbrot und Bier umhüllt am Donnerstag das Neuzeller Kloster. Lange Schlangen bilden sich an den zahlreichen Imbissbuden, die von Gegrilltem über Langos bis hin zu Fischbrötchen und Dresdner Handbrot die unterschiedlichsten Köstlichkeiten anbieten. Auf großes Interesse stoßen auch die zahlreichen Handwerker, die ihr Können präsentieren und teilweise zum Mitmachen einladen.

Einer von ihnen ist Steinmetz Heiko Dorn aus Eisenhüttenstadt. Unter seiner fachkundigen Anleitung probieren sich vor allem junge Besucher aus. "Ich war auch schon bei der Premiere des Klostermarktes im Vorjahr dabei. Ich finde es schön, dass sich hier ein Fest für die ganze Familie entwickelt hat", sagt Dorn. Gleichzeitig sei der Markt für ihn eine gute Möglichkeit, sein Handwerk praktisch vorzustellen. "Vielleicht kann ich dabei den ein oder anderen für diesen spannenden Beruf begeistern", hofft der Steinmetz.

Bereits ausgestorben ist hingegen das Handwerk der Stellmacherei. Meister Reinhard Roggan aus Dammendorf berichtet, dass in diesem Beruf bereits seit vielen Jahrzehnten nicht mehr ausgebildet wird. "Stellmacher sind die Vorgänger der Karosseriebauer", erklärt Roggan, der in beiden Gewerken einen Meisterbrief hat. Der 80-Jährige demonstriert vor Ort, wie man aus Holz unterschiedliche Geräte herstellt und bietet diese auch zum Verkauf an.

Angeboten werden auch Führungen durch das Himmlische Theater und auf den Weinberg. Erstmals ist in diesem Jahr für das musikalische Rahmenprogramm die Musik- und Kunstschule Clara Schumann im Stift Neuzelle zuständig. "Wir wollten nicht mehr Künstler von außerhalb einkaufen, sondern unseren eigenen Leuten die Möglichkeiten geben, sich auf der Bühne zu präsentieren", berichtet Gabriele Werner von der Besucherinformation. "Die Gäste und Händler sind alle begeistert. Somit ist das Konzept, den Bibulibustag abzuschaffen und stattdessen ein Fest für die ganze Familie zu veranstalten, voll aufgegangen."

Dies sieht Neuzelles Bürgermeister Dietmar Baesler genauso. "Der Klostermarkt ist ein wichtiger Punkt in unserem Jahreskalender und zeigt, was man hier auf die Beine stellen kann. Er ist ein Anziehungspunkt für die ganze Region und es kommen immer mehr Besucher, die am Herrentag nicht nur Halligalli wollen", sagt Baesler, der den Klostermarkt mit dem Ortsbeirat und Unterstützung der örtlichen Besucherinformation organisiert.

Begeistert von der Veranstaltung zeigt sich auch Hartmut Matk aus Spremberg, der mit seiner Familie extra für den Klostermarkt nach Neuzelle gekommen ist. "Es gefällt uns sehr gut hier. Die Kinder können viel entdecken und sich überall ausprobieren - für alle ein rundum gelungener Tag", sagt er stellvertretend für viele der Besucher.

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