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Vor dem Spendenlauf die Friedenslinde eingeweiht

Laufen für den guten Zweck: Für jede Runde gibt es ein vertraglich festgehaltenes Sponsor-Entgelt.
Laufen für den guten Zweck: Für jede Runde gibt es ein vertraglich festgehaltenes Sponsor-Entgelt. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Jörg Kühl / 26.05.2017, 05:51 Uhr - Aktualisiert 26.05.2017, 08:31
Beeskow (jök) Am Mittwoch hat das Rouanet-Gymnasium Beeskow seinen traditionellen Spendenlauf durchgeführt und das bereits zum neunten Mal. Getrabt wurde wieder auf dem Rundkurs entlang der Stadtmauer und durch die Klosterstraße.

Spendenlauf an der Stadtmauer von Beeskow
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Spendenlauf Rouanet-Gymnasium

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Zuvor wurde auf dem Schulhof eine Friedenszeremonie abgehalten. Dabei wurden auch Tafeln mit dem Spruch "Möge Frieden auf Erden sein" auf arabisch und in den Sprachen der Partnerschulen an einer Linde befestigt: Deutsch, polnisch, russisch, spanisch und englisch. Schulleiter Klaus-Jürgen Teichert sagte, die Schule wolle in einer Zeit zunehmender kriegerischer und terroristischer Aktivitäten ein Zeichen der Verständigung setzen.

Die Erlöse des Spendenlaufs werden auf drei Projekte aufgeteilt. Einen Teil erhält die Flüchtlingsinitiative Beeskow, deren Repräsentantin Barbara Buhrke mit dem jungen Syrer Abdul Sharfo an der Zeremonie teilnahm. Ein weiterer Teil ist für eine Schule für geistig behinderte Kinder in Kolumbien vorgesehen. Der dritte Teil soll für schulinterne UNESCO-Projekte verwendet werden.

Die Schüler starteten jahrgangsweise. Zuerst die Siebener, zuletzt die Abiturienten. Jeder Schüler musste sich in einer Starterliste registrieren, dann ging es auf die Strecke. Am Ende jeder Runde bekam jeder Läufer einen Stempel aufgedrückt. So nach und nach sahen die Läufer aus, als hätten sie eine seltene Hauterkrankung mit großflächig-fleckigem Ausschlag. In der Klosterstraße standen Anwohner und feuerten die Läufer mit Trommel und Bongos an. Die ehemalige Rouanet-Schülerin Pham Thi Minh Tinh, die 2016 ihr Abi gemacht hatte, kam extra wegen des Spendenlaufs von Nauen nach Beeskow. Der Lauf sei ihr eine Herzensangelegenheit, gestand die junge Frau, die als Schülerin im UNESCO-Team mitgearbeitet hatte.

Wie der UNESCO-Projektleiter und Lehrer Dirk Orth mitteilt, plant die Schule, sich zum Schuljahresende an der Aktion Tagwerk zu beteiligen. Die Erlöse sollen an die burundische Partnerschule gehen.

Ein weiteres Projekt in diesem Jahr ist die Anschaffung eines "Fair-O-Mat". Dabei handelt es sich um einen Warenautomaten, der am Schulzaun so installiert werden soll, dass er auch von Passanten zu bedienen ist. Gefüllt wird der ohne elektrischen Strom funktionierende Automat mit fair gehandelten Lebensmitteln und Süßigkeiten.

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