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Polizei sucht in Borgsdorf nach angeblicher Speikobra

Gefährlich: Speikobras sind sehr giftig
Gefährlich: Speikobras sind sehr giftig © Foto: picture-alliance/ dpa
Claudia Duda / 26.05.2017, 12:09 Uhr - Aktualisiert 26.05.2017, 15:41
Borgsdorf (OGA) Große Aufregung herrschte am Mittwochabend in Borgsdorf. Eine Frau hatte angeblich eine Speikobra gesehen. Polizei, Feuerwehr sowie zwei Reptilienexperten machten sich auf die Suche. Die gefährliche Giftschlange erwies sich jedoch als Ringelnatter.

Wie Polizeisprecher Toralf Reinhard am Freitag mitteilte, hatte eine Frau aus Borgsdorf angeblich bereits am Montag das Tier in Gräsern am Hubertussee gesehen und Meldung bei der Polizei gemacht. Weil nichts passierte, beschwerte sie sich am Mittwoch beim Rettungsdienst. Um ihrer Beschwerde Nachdruck zu verleihen, leitete sie ein Handyfoto weiter, das sie angeblich aus zwei Metern Entfernung von dem Tier gemacht hatte.

Reptilienexperten bestätigten daraufhin, dass es sich um eine Speikobra handeln könnte, deren Besitz in Deutschland verboten ist. Nachdem mehrere Stunden vergeblich nach der Giftschlange gesucht worden war, befragten die Beamten die Frau erneut. Sie verwickelte sich in Widersprüche und gab schließlich zu, dass es sich bei dem übermittelten Bild nicht um ein vor Ort gemachtes Foto, sondern ein öffentlich zugängliches Bild aus dem Internet handelte. Die Melderin versicherte jedoch, dass es der gesichteten Schlange sehr nahe kommen würde. Nachdem die Melderin jedoch mit den Schlangenexperten reden konnte, wurde aus der lebensbedrohlichen Speikobra eine ungefährliche Ringelnatter. Die Suche wurde nach sechs Stunden beendet.

Der Einsatz der Rettungskräfte könnte die Frau teuer zu stehen kommen. Nach Angaben von Toralf Reinhardt muss sie damit rechnen, mehrere hundert Euro zahlen zu müssen. Speikobras zählen zu den Giftnattern, die ihr Gift auf potenzielle Feinde versprühen. Dabei zielen die Schlangen auf das Gesicht der Angreifer und können eine Distanz von mehreren Metern überbrücken. Sie kommen in unseren Breiten gewöhnlich nicht vor. 

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